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16. October 2019

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Lehrer dringend gesucht

Lehrer dringend gesucht© Piqs.de/ DieLoll3

Der vor allem durch Pensionierungen entstehende Bedarf an Lehrern erreicht 2019 seinen Höhepunkt. Nahezu 4.000 Planstellen von in Summe 110.000 müssen heuer nachbesetzt werden.

(APA-Science/red) 3.900 Planstellen von in Summe 110.000 müssen heuer nachbesetzt werden, so Bildungsminister Heinz Faßmann anlässlich einer parlamentarischen Anfrage der NEOS von letzten Februar. In den Jahren darauf sinkt dann der jeweilige Bedarf. 2025 werden es 3.300 Stellen sein und im Jahre 2030 sind es 2.700, so aktuelle Prognosen.

Unklar ist, inwieweit diese Stellen durch Lehramtsabsolventen nachbesetzt werden können. Aktuelle Absolventenzahlen lassen das zwar vermuten: 2016/17 schlossen rund 3.800 Personen ein Lehramt an den Pädagogischen Hochschulen (PH) ab, darunter 1.800 für die Volksschule und 1.200 für die Neue Mittelschule. An den Universitäten waren es laut Berechnungen von unidata rund 2.200 Absolventen. Im Jahr darauf absolvierten davon allerdings nur 1.900 ein Unterrichtspraktikum an einer AHS bzw. BMHS.

Zukunftsaussichten
Künftig dürfte es aber weniger Absolventen geben: Angehende Volksschullehrer müssen statt eines dreijährigen Bachelorstudiums vier Jahre Bachelor- und (bis zur vollen Berufsberechtigung) ein Jahr Masterstudium absolvieren. An den Unis steigt die Studiendauer von neun auf zehn Semester. Das bedeutet, dass es im Pflichtschulbereich einerseits mindestens ein Jahr ohne Absolventen geben wird und andererseits die Gefahr von Drop-Outs steigt - je länger ein Studium dauert, desto höher die Gefahr eines Abbruchs.

Nach wie vor festgehalten wird von Faßmann am Auslaufen des Unterrichtspraktikums. Derzeit werden in dieser einjährigen Phase die an den Unis ausgebildeten Lehrer für AHS und BMHS nach dem Magister-Abschluss unter Anleitung eines Betreuungslehrers in die Schulpraxis eingeführt.

Mit der neuen Lehrerausbildung steigen ab Herbst 2019 dagegen alle neuen Pädagogen bei geringerer Lehrverpflichtung gleich in den regulären Unterrichtsbetrieb ein und werden dabei von sogenannten Mentoren (Anm. Betreuungslehrer oder eigens geschulte Lehrer) unterstützt. Argumentiert wird dies damit, dass bereits in der verlängerten Ausbildung Praktika an den Schulen vorgeschrieben seien, wie das schon in der bisherigen Ausbildung der Pflichtschullehrer der Fall war.

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(APA-Science/red/cc), Economy Ausgabe Webartikel, 12.04.2019