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04. März 2021

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Vertrauen als Triebfeder der Digitalisierung

Vertrauen als Triebfeder der Digitalisierung © Pexels.com/ Startup Stock Photos

Die Corona-Pandemie löst global einen nachhaltigen Digitalisierungsschub aus. Donau-Universität Krems und Partnerinstitutionen untersuchen neue Faktoren für die unterschiedlichen Dynamiken.

(red/cc) Ein regelrechter Digitalisierungsschub und das global wie nahezu flächendeckend ist eine der Folgen der Corona-Pandemie. Die Dynamik ist aber nicht in allen Staaten gleich stark ausgeprägt. Das Transdisziplinäre Laboratorium für Sustainable Digital Environments an der Fakultät für Wirtschaft und Globalisierung der Donau-Uni-Krems hat nun gemeinsam mit der Fletcher School der Tufts University, der Med Uni Wien und der Arizona State University die aktuelle Rolle des Vertrauens in die Digitalisierung untersucht.

Die Studie „Digital in the Time of COVID – Trust in the Digital Economy and Its Evolution Across 90 Economies as the Planet Paused for a Pandemic“ wurde geleitet von Bhaskar Chakravorti der Fletcher School at Tufts University und weltweit führender Forscher auf dem Gebiet der Digitalisierung. In dieser vergleichenden Arbeit wurde der Faktor Vertrauen nach dem Digital Intelligence Index neben der etablierten weltweiten Kartierung der digitalen Volkswirtschaften näher beleuchtet.

Dynamische Nationen versus weniger dynamische Nationen
Dieser Digital Intelligence Index gibt einerseits den bereits erreichten Digitalisierungsgrad und andererseits die aktuelle Dynamik des Digitalisierungsprozesses einer Volkswirtschaft wieder. Dabei wird eine etwaige Kluft sichtbar zwischen gut entwickelten und dynamischen Nationen sowie gut entwickelten, aber weniger dynamischen Nationen. Zur zweiten Gruppe zählen die meisten EU-Länder sowie andere entwickelte Marktwirtschaften wie Japan, Australien und Neuseeland.

Eine mögliche Erklärung für diese Unterschiede ist, dass EU-Länder auf mehr Investitionen in regulatorische und integrative Strategien setzen, während im Gegensatz andere Nationen (Anm. zB USA und Singapore) dazu eher eine „Laissez-faire-Haltung“ einnehmen. Kurz gesagt, es passiert ein Tausch zwischen einer gewissen Dynamik gegen mehr rechtlichen Schutz und Fairness.

Vertrauen in digitale Dienste macht den Unterschied
Die Untersuchung behandelt auch das Vertrauen von Verbrauchern und Bürgern in digitale Dienste, Infrastrukturen und Möglichkeiten. Das betrifft sowohl die Angebote privater Unternehmen als auch staatlicher Stellen. Die Unterschiede anhand verschiedener Vertrauensdimensionen, die auf Erwartungen an das regulatorische Umfeld, Erfahrungen, Verhalten und Einstellungen beruhen, werden in „Digital in the Time of COVID – Trust in the Digital Economy and Its Evolution Across 90 Economies as the Planet Paused for a Pandemic“ herausgearbeitet.

„Die Studie gewährt überzeugende Einblicke in die kollektive Einstellung zu Digitalisierungsprozessen. Sie zeigt die unmittelbare Bedeutung dieser Einstellung für die Zukunft der Digitalisierung allgemein, vor allem aber auch für den Umgang mit den Auswirkungen der Pandemie und zukünftiger, ähnlicher Ereignisse“, so die Donau-Uni-Krems in einer Aussendung. Das Ergebnis der Studie folgt in Kürze, economy wird berichten.

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red/cc, Economy Ausgabe Webartikel, 19.01.2021