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20. Juni 2019

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Digital Annealing oder Quantencomputing für die Industrie

Digital Annealing oder Quantencomputing für die Industrie© Piqs.de/ Bob Jagendorf

Auf der kommenden Hannover Messe zeigt Fujitsu neue Technologien und Anwendungen im Bereich Industrie 4.0. Im Rahmen von Live-Demos werden insbesondere Innovationen und Referenzen für die Fertigungsindustrie gezeigt.

(red/cc) Einer der Schwerpunkte von Fujitsu auf der Messe vom 1. bis 5. April ist der vom Quantencomputing inspirierte Digital Annealer. Dieser soll komplexe kombinatorische Optimierungsprobleme in Echtzeit lösen und damit die Brücke zum Quantencomputing schaffen. Neue Entwicklungen zeigen dabei, dass ein 8.192 Bit-System bis zu 10.000-mal schneller arbeitet als ein herkömmlicher Rechner, der auf einem klassischen High-End-Server läuft.

Smart Factories
In der Live-Demo „Efficiency in Engineering and Production” ist neben dem Digital Annealer auch die Implemetierung von Audit-Trails basierend auf Distributed Ledger-Technologien (DLT) zu sehen. Damit können wichtige Produktions- und Lieferketten-Daten über mehrere Unternehmen und den gesamten Produktlebenszyklus hinweg revisionssicher gespeichert werden.
Weitere Programmpunkte sind die Themen Advanced Image Recognition für die industrielle Anwendung von künstlicher Intelligenz zur Qualitätskontrolle und für zerstörungsfreie Prüfverfahren sowie ein intelligentes Dash-Board als Analyse- und Visualisierungstool für Smart Factories, das etwa Fertigungsunternehmen ihre gesamte Betriebsumgebung und alle entsprechenden Abläufe in Echtzeit auf nur einem Dashboard darstellt.

Connected Manufacturing and Connected Enterprise
Ebenso gezeigt werden vier Referenzen, darunter Connected Manufacturing, wo Fujitsu und SAP lose gekoppelte automatisierte Fertigungsprozesse konsolidieren. Mithilfe von einfachen Cloud-basierten Schnittstellen können Unternehmen hier zentral gesteuerte Modelle erstellen, welche die Entwicklung, Verwaltung und Verteilung von automatisierten Produktionsprozessen ermöglichen.
Weiteres Thema sind Ende-zu-Ende-Lieferketten mit Fujitsu Real-time Intelligent Connected Enterprise (RICE), wo es Kunden ermöglicht wird, sich mit der gesamten Lieferkette und den Produktionssystemen zu vernetzen und Chargen und Produkte in Echtzeit verfolgen. Die RICE-Lösung soll zudem bei der Verwaltung und Analyse von Produktionsprozessen und -anlagen unterstützen und dabei auch Audit-Trails und Transaktionsmanagement integrieren.

Intelligent Mobility and Co-Creation
Als nächstes Intelligent Mobility am Beispiel von Automobilhersteller um etwa die Kosten für Rückrufaktionen mit Software-basierten Funktionen zu senken, neue Software installieren oder neue Funktionen in Fahrzeuge zu übertragen. Dies soll die Einführung neuer Geschäftsmodelle auch nach dem Verkauf des Fahrzeugs ermöglichen. Bestandteil ist hier auch die Anwendung Image Data Lightening zur Bewältigung sehr großer Datenmengen, die beim autonomen Fahren entstehen.
Und als vierten Schwerpunkt schließlich das Thema Co-Creation mit der Anwendung Human Centric Experience Design (HXD). Im Fujitsu Digital Transformation Center (DTC) auf der Messe können Besucher live erleben, wie Fertigungsspezialisten und Fujitsu-Experten mithilfe der HXD-Methode spezifische Herausforderungen bei der Digitalisierung umsetzen, so Fujitsu in einer Aussendung.

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red/cc, Economy Ausgabe Webartikel, 29.03.2019