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26. April 2019

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FH St. Pölten räumt bei NOe-Innovationspreis ab

FH St. Pölten räumt bei NOe-Innovationspreis ab© Bilderbox.com

Fachhochschule St. Pölten erhält beim heurigen Innovationspreis des Landes Niederösterreich fünf Prämierungen. Sicherheit der Privatsphäre im Internet, künstliche Intelligenz, Industrie 4.0, Virtual Reality und Datenjournalismus als Themen der Siegerprojekte.

Die Digitalisierung hält nunmehr in nahezu schon wirklich allen Lebensbereichen Einzug. Die Schwerpunkte gehen dabei etwa von der persönlichen Kommunikation bis zur industriellen Produktion. Querschnittsthemen sind hier dann bessere Erkenntnisse aus großen Datenmengen mittels neuer Verfahren bis hin zu Fragen der Privatsphäre und IT-Sicherheit.

„Forschung am Puls der Zeit“
Aspekte der Digitalisierung sind entsprechend auch programmtechnischer Schwerpunkt der FH St. Pölten, die nun im Rahmen der heurigen niederösterreichischen Innovationspreise gleich für fünf aktuelle Forschungsprojekte ausgezeichnet wurde. Die Arbeiten beschäftigen sich mit der Sicherheit der Privatsphäre im Internet, mit künstlicher Intelligenz, Industrie 4.0, IoT und Datenjournalismus.
„Dass wir mit so vielen Vorhaben erfolgreich waren, zeigt, dass unsere Forschung am Puls der Zeit und auf höchstem Niveau ist. Ich gratuliere unseren ForscherInnen“, sagt Gabriela Fernandes, Geschäftsführerin der FH St. Pölten. Die Innovationspreise wurde auch heuer wieder von Petra Bohuslav, Wirtschaftslandesrätin Noe und Sonja Zwazl, Präsidentin der Wirtschaftskammer Niederösterreich übergeben.

Im Einzelnen wurden folgende Projekte der FH St. Pölten ausgezeichnet:
„Neue Techniken für den Datenjournalismus“. Datenjournalismus extrahiert komplexe Informationen aus einer Unmenge an Daten und soll diese dann anschaulich präsentieren. Oft fehlen jedoch geeignete Analysemethoden und die passende Technik für diese schwierige Aufgabe. Das Forschungsprojekt „Visual Analytics in Data-Driven Journalism (VALiD)“ entwickelt neue Techniken, die Journalisten hier unterstützen.
„Das Handy am Lauschen hindern“. Mobiltelefone und Tablets können durch sogenanntes Audiotracking mittels Ultraschall unbemerkt das Verhalten ihrer Benutzer verfolgen, etwa das Betrachten bestimmter Videos oder den Aufenthalt in Räumen und an Plätzen. Das Projekt SoniControl entwickelte eine erste akustische Firewall, mit der das akustische Tracking blockiert werden kann. SoniControl wird bereits über den Google Playstore gratis zum Download angeboten.

Das Alter von Gebäuden und Werkstücksuche
„Automatisch das Alter von Gebäuden bestimmen“. Das Projekt ImmoAge, ein gemeinsames Projekt von FH St. Pölten und FH Kufstein, entwickelt Methoden der künstlichen Intelligenz, um Baujahr, Bauperiode und regionale Bauweisen von Einfamilienhäusern mit Hilfe von Bildanalyse automatisch abzuleiten. Ziel des Projekts ist die automatische Extraktion von Gebäudemerkmalen anhand von Außenansichten. Zukünftig soll damit eine automatische Preisermittlung für Immobilien möglich sein.
„Büros virtuell einrichten“. Im Projekt PixelVR testet die FH St. Pölten für den Büromöbelhersteller Bene, wie zukünftig mittels Virtual Reality (VR) Büros mit flexiblen Bauelementen des Unternehmens eingerichtet werden können. Zur Anwendung gehören auch Virtual-Reality-Brillen, mit der Elemente beliebig im künstlichen Raum platziert werden können.
„Werkstücksuche mittels Bluetooth“. In großen Firmen und Werkshallen sind mitunter viele tausend Container, Zwischenprodukte und Werkstücke für die Produktion unterwegs. Wo sich die Teile befinden, ist eine wichtige Information, aber teilweise schwierig nachzuvollziehen. Im Projekt GF+ Asset Tracking, einem Teilprojekt des NÖ-weiten Digitalisierungsprojekts Enterprise 4.0, wird für die Georg Fischer Fittings GmbH getestet, wie Bluetooth Low Energy zum Nachverfolgen von Containern und Teilen verwendet werden kann.

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red/mc, Economy Ausgabe Webartikel, 25.01.2019