Unabhängiges Magazin für Wirtschaft und Bildung

26. April 2019

Search form

Search form

Neue Entwicklungsstandorte in Linz und Graz

Neue Entwicklungsstandorte in Linz und Graz© Infineon_Spatenstich_Linz

Infineon erweitert und baut neue Standorte in Linz und Graz. Im Zentrum stehen neue Entwicklungen im Bereich Chip-Technologien für verschiedenste industrielle Anwendungen. In Linz entstehen 220 zusätzliche Arbeitsplätze und in Graz 290.

(red/mich) In Linz fand soeben der offizielle Spatenstich für den neuen Standort der Infineon Austria-Beteiligungsgesellschaft DICE (Danube Integrated Circuit Engineering) statt. Infineon Austria schafft hier Raum für in Summe 400 Arbeitsplätze in Forschung und Entwicklung. Ebenfalls gefeiert wurde dabei die Zahl von über 100 Millionen verkauften Radarchips mit Entwicklungs-Knowhow aus der Oberösterreichischen Landeshauptstadt.

Forschungsstärke in Mobilität und Kommunikation
„Mit den Bildungs- und Forschungsakteuren vor Ort steht ein starkes regionales Wissensumfeld für Innovation zur Verfügung. Wesentliche Voraussetzung dafür sind hochqualifizierte Fachkräfte“, so Sabine Herlitschka, Vorstandsvorsitzende der Infineon Technologies Austria AG. „Um dem bestehenden Fachkräftemangel entgegenzuwirken, gilt es, mehr junge Menschen für Technik zu begeistern und den Wirtschaftsstandort Oberösterreich auch weltweit für Fachkräfte attraktiv zu gestalten.“
Infineon entwickelt u.a. Komponenten für saubere, sichere und intelligente Fahrzeuge und sorgt dafür, dass Geräte im Internet der Dinge schnell und zuverlässig kommunizieren – mit dem Menschen und untereinander. Mit dem in Linz ansässigen Entwicklungszentrum für Hochfrequenzbauteile ist Infineon Vorreiter im Bereich Radar für automatisierte Fahrerassistenzsysteme.

Diese Radarsensoren kommen bei Fahrerassistenzsystemen wie Abstandswarnungen und automatischen Notbremsungen zum Einsatz. Mit über 100 Millionen verkauften 77 GHz-Radarchips ist Infineon in diesem Segment Technologie- und Weltmarktführer. Ziel ist es, diese Sicherheitstechnologie weiter zu entwickeln, da Radarsensoren zukünftig zur Standardausstattung eines jeden Neuwagens gehören werden. Radarsysteme sind unter anderem eine Voraussetzung für automatisiertes Fahren.

Offizieller Start für Ausbau Entwicklungszentrum Graz
Auch in Graz erweitert Infineon sein Entwicklungszentrum und schafft Raum für zusätzliche 290 Arbeitsplätze in Forschung und Entwicklung. Als einer der größten Standorte für Forschung und Entwicklung im Konzern treibt Infineon in Graz den weltweiten Einsatz von Mikroelektroniklösungen in den Bereichen Mobilität, Sicherheit und dem Internet der Dinge voran.

„In Graz entwickeln wir zukunftsweisende Technologien für Kontaktlos-, Sicherheits- und Sensoranwendungen und bedienen damit aus der Steiermark heraus wesentliche globale Wachstumsmärkte“, betont Sabine Herlitschka. „Der Standort ermöglicht mit seinen Forschungs- und Bildungseinrichtungen wie Technischer Universität, FH Joanneum, Silicon Alps Cluster oder Silicon Austria Labs weltweit anerkannte Spitzenforschung.“

Auch in Graz steht das Thema Innovation im Mittelpunkt. Schwerpunkte sind etwa autonomes Fahren, Augmented Reality oder Verschlüsselungstechnologien, die künftigen Quantencomputern standhalten. „Im neuen Gebäude entstehen vorrangig Arbeitsflächen für Forscher aus dem Bereich Automotive“, sagt Stefan Rohringer, Leiter des Infineon Entwicklungszentrums Graz. „Dazu gehören vor allem LiDAR-Komponenten (Light Detection and Ranging) für den Einsatz in Fahrerassistenzsystemen, die neben Radarchips eine wesentliche Voraussetzung für autonom fahrende Fahrzeuge sind.“

Links

red/mich, Economy Ausgabe Webartikel, 12.04.2019