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14. Dezember 2019

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Von der Kindheit bis ins Alter

Von der Kindheit bis ins Alter© NLK Pfeiffer

Die Wissenschaft als Wegbegleiter des Lebens als Motto der diesjährigen Wissenschaftsgala des Landes Niederösterreich. Auszeichnungen für Projekte Bildungsvermittlung, Medizin, Lebensmittelsicherheit, Kunstgeschichte und Jugendarbeit.

(red/czaak) Das Land Niederösterreich vergibt seit über 50 Jahren Wissenschaftspreise für besondere Leistungen von Forscherinnen und Forschern. Johanna Mikl-Leitner, Landeschefin von Niederösterreich betonte bei der diesjährigen Überreichung in Grafenegg „Wertschätzung und Respekt für die Leistungen der Wissenschafter“ ebenso wie „die optimalen Rahmenbedingungen“, die dafür geschaffen werden.

Die NOe-Landeshauptfrau hob in diesem Kontext auch das 20-jährige Jubiläum des Technologie- und Forschungszentrums Wiener Neustadt, die Eröffnung des Technologie-und Forschungszentrums am IST Austria und die soeben präsentierte Hochschulstrategie Niederösterreichs hervor (economy berichtete jeweils).

Früher Dialog mit Forschung und Wissenschaft
Bei der Wissenschaftsgala selbst wurden neben den traditionellen Würdigungs- und Anerkennungspreisen auch herausragende wissenschaftliche Abschlussarbeiten sowie heuer erstmals eine vorwissenschaftliche Arbeit und ein innovatives umsetzungsreifes Konzept (Kategorie „Call for Concept“) mit dem „Wissen schaf[f]t Zukunft Preis“ und die besten „Science Fair“-Projekte prämiert.

„Wir investieren Jahr für Jahr rund 110 Millionen Euro in Wissenschaft und Forschung und wir werden auch in Zukunft auf Bildung, Wissenschaft und Forschung setzen“, betonte Mikl-Leitner und erläuterte gesonderte Aktivitäten wie die „Science Fair“, wo Schüler gemeinsam mit Wissenschaftern eigene Forschungsprojekte entwickeln, und die „Science Academy“, ein außerschulisches Programm für Jugendlichen zum Thema Forschung. „Wissenschaft soll zum Wegbegleiter vom Kindergarten bis zum Erwachsenenalter werden“, resümierte die Landeschefin.

Würdigungspreise und Anerkennungsauszeichnungen
Der Würdigungspreis ist die höchste Ehrung des NOe-Wissenschaftspreises und die Auszeichnung erging heuer an Oliver Grau und Martin Wagner. Grau ist seit 2005 erster Lehrstuhlinhaber für Bildungswissenschaften an der Donau-Uni Krems und „trägt damit maßgeblich zur Entwicklung, Professionalisierung und internationalen Vernetzung des noch jungen Faches bei“, so die Jury-Begründung. Und Martin Wagner ist Experte im Bereich der mikrobiellen Lebensmittelqualität und entwickelte neue molekularbiologische Nachweisverfahren, etwa im Bereich Listeria monocytogenes, einem der wichtigsten mikrobiellen Erreger in Lebensmitteln.

Die vier Anerkennungspreise gingen an den Mediziner Lucian Beer (Früherkennung von Bauchspeicheldrüsenkrebs), die Chemikerin Astrid Rosa Mach-Aigner (Pilzmutationen für medizinische Anwendungen), an Archäologin und Kulturwissenschafterin Celine Wawruschka (Gründungsgeschichte niederösterreichischer Stadtmuseen), sowie an die Arbeitsgruppe Biomaterial & Enzyme Technology, Doris Ribitsch und Georg Gübitz (Enzyme zum Plastikabbau).

Nachwuchspreis und Science Fair für die Jugend
Der Wissen schaf[f]t Zukunft Preis wird einmal jährlich von der NÖ Forschungs- und Bildungs-GmbH zu einem jährlich wechselnden Thema vergeben. Der Nachwuchspreis widmet sich dabei den zentralen Themen des niederösterreichischen FTI-Programms. Diesjähriger Schwerpunkt war „Bewusstseinsbildung: Wissenschaftsvermittlung und Wissenschaftskommunikation.“. Die Preisträger sind Julia Siegel (vorwissenschaftliche Arbeit) und die Arbeitsgruppe KARLI – Kindgerechtes Augmented Reality Lern-Interface (Mariella Seel, Anna-Maria Lienhart, Patrick Knogler, Michael Andorfer und Johannes Panzenböck), für ihr Konzept zur Wissenschaftsvermittlung an Schulen. In der Kategorie Master/Diplomarbeit wurden Lena Campostrini und Victoria Sarne ausgezeichnet. Thomas Glatzl erhielt den Wissen schaf[f]t Zukunft Preis für seine Dissertation.

„Science Fair“ wiederum ist ein schulischer Wettbewerb, wo Schüler vorwissenschaftliche Projekte vorstellen. Diese Projekte werden im Unterricht gemeinsam mit Wissenschaftern aus niederösterreichischen Wissensinstitutionen umgesetzt. Heuer wurden die Höhere Bundeslehranstalt und Bundesamt für Wein- und Obstbau in Klosterneuburg für das Projekt „Neuartige Weinsteinstabilisierung mit polymeren Aminosäureprodukten“ und die NMS Raabs an der Thaya für das Projekt „Plastik & Co Verpackungs-Übertreibungs-Wahnsinn“ ausgezeichnet.

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red/czaak, Economy Ausgabe Webartikel, 18.10.2019