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30. October 2020

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Zusätzliche Gelder für Corona-Medikamente

Zusätzliche Gelder für Corona-Medikamente© pexels.com/Miguel Á. Padriñán

Regierung unterstützt Erforschung von Corona-Medikamenten mit 23 Millionen Euro. Gemeinsame Initiative der Ressorts Wirtschaft, Klimaschutz und Wissenschaft. Abwicklung über Forschungsförderungsgesellschaft FFG.

(red/czaak) Die Bundesregierung stellt in einem weiteren Unterstützungspaket 23 Millionen Euro für die Erforschung von Medikamenten zur Verfügung. Die Förderung richtet sich dabei vor allem an Projekte, welche die Wirksamkeit bereits bestehender Medikamente im Kampf gegen Corona erforschen sollen. Die dazu nötigen klinischen Studien sollen durch zusätzliches Geld beschleunigt werden, so die Regierung in einer Aussendung.

Geld auch für medizinische Universitäten
„Forschung ist im Kampf gegen das Virus das Wirksamste, um rasch einen Impfstoff und Medikamente zu entwickeln. Wir wollen nun jene Medikamente, die schon weit entwickelt sind, so schnell wie möglich in die klinische Forschung bringen“, betont Magarete Schramböck, Wirtschaftsministerin. „Im Kampf gegen das Coronavirus zählt jeder Tag. Wir haben einige der weltbesten Wissenschaftler aus diesem Sektor im Land. Ihre Arbeit wollen wir unterstützen“, unterstreicht auch Leonore Gewessler, Klimaschutzministerin.
 
„Als begleitende Maßnahme werden wir die Medizinischen Universitäten mit zwei Millionen Euro unterstützen, damit sie sich gemeinsam mit den Unternehmen an den klinischen Studien beteiligen können. Österreich ist im Bereich der Life Sciences von der Grundlagenforschung bis hin zur Produktion und dem Vertrieb gut aufgestellt“, ergänzt Heinz Faßmann, Forschungsminister.

Mit 8. April und 11. Mai 2020 zwei Antragseinreichungsfristen
Anträge können an die Österreichische Forschungsförderungsgesellschaft (FFG) gestellt werden. Um eine rasche Entscheidung und somit einen raschen Start der Projekte zu ermöglichen, gibt es zwei Deadlines (8. April 2020, 11. Mai 2020). In einem beschleunigten Verfahren soll der möglichst schnelle Start der Forschungsaktivitäten ermöglicht werden, so die Bundesregierung in einer Aussendung.

Die Mittel beantragen können Unternehmen mit Sitz in Österreich, die an Wirkstoffen gegen COVID-19 oder durch das Virus verursachte Folgen (z.B. Lungenentzündungen) arbeiten und rasch eine klinische Studie (Phase I oder II) starten können. Gefördert werden dabei alle studienrelevanten Kosten, beispielsweise Personal- und Materialkosten für Prüfteams. Es gibt keine Limitierung bei den Drittkosten.

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red/czaak, Economy Ausgabe Webartikel, 26.03.2020