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24. October 2017

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Auf der Suche nach einem höheren Lebensstandard

Auf der Suche nach einem höheren Lebensstandard© Bilderbox.com

Auslandsösterreicher sind besonders mobil und gebildet. Nicht alle wollen zurück.

Im Ausland lebende Österreicher sind überdurchschnittlich mobil und gebildet. Zwei Drittel von ihnen sprechen zumindest drei Sprachen, 60 Prozent haben einen akademischen Abschluss. Das geht aus einer Umfrage der Expats-Plattform InterNations hervor, bei der 15.000 Auslandsösterreicher registriert sind.
16 Prozent der bei InterNations registrierten Auslandsösterreicher leben derzeit in den USA, jeweils acht Prozent in Deutschland oder China. Während Österreicher daheim wenig mobil sind, zeigen sie im Ausland große Abenteuerlust: Für 60 Prozent ist es schon zumindest die dritte Auslandsstation. Auch bleiben die Österreicher länger im Ausland als die Expats international. Wobei der Übergang von befristetem Auslandsaufenthalt zum dauerhaften fließend ist. Fast jeder dritte Expat kann sich vorstellen, dauerhaft im Gastland zu bleiben.

Österreich wenig freundlich
Das wichtigste Motiv für Österreicher ins Ausland zu übersiedeln ist eine Verbesserung des Lebensstandards. Dahinter kommt das angenehmere Klima in der neuen Heimat. Sorge bereiten ihnen der möglicherweise geringere Standard bei der Gesundheitsvorsorge und die Entfernung zur Heimat. InterNations versucht Menschen, die vorübergehend ins Ausland ziehen, den Einstieg zu vereinfachen. Das Unternehmen hat weltweit 2,6 Millionen Mitglieder. Pro Monat kommen 50.000 neuen Mitglieder dazu - die erst nach einer Überprüfung zugelassen werden. Weltweit soll es 50 bis 60 Millionen Expats geben, die als Mitglieder in Frage kommen.
In Österreich hat InterNations 35.000 Mitglieder, davon 29.000 in Wien. Österreich gilt zwar für Ausländer als sehr beliebtes Zielland, weil die Lebensqualität hoch und die Gesundheitsvorsorge und Bildungschancen ausgezeichnet sind. Allerdings fühlen sich die Ausländer wenig freundlich von den Österreichern aufgenommen.

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APA-Science/red/stem, Economy Ausgabe Webartikel, 09.06.2017