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04. Juni 2023

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Die Suche dauert drei bis vier Monate

Die Suche dauert drei bis vier Monate© pexels/fancis seura

Deutsche Unternehmen suchen im Schnitt drei bis vier Monate nach Fachkräften. Entsprechend formulierte Stellenanzeigen und gezielte Ansprachen und betriebliche Diversität als Werkzeuge für erfolgreiche Mitarbeiteransprache.

(red/cc) Deutsche Unternehmen suchen durchschnittlich drei bis vier Monate nach Fachkräften. So lange benötigen 38 Prozent der befragten Personalleiter von der Ausschreibung bis zur Unterschrift. 25 Prozent konnten eine offene Stelle innerhalb von ein bis zwei Monaten mit einer Fachkraft besetzen. Aus mittelgroßen Unternehmen meldeten das 37 Prozent. Und 17 Prozent kleine Unternehmen sind in den ersten vier Wochen erfolgreich.

Gezielte Ansprache bestimmter Gruppen von BewerberInnen
Das sind die zentralen Ergebnisse einer ifo Umfrage in Zusammenarbeit mit der Jobplattform Indeed und der Bewertungsseite Glassdoor. „Deutlich verkürzen können Unternehmen die Zeit, wenn sie sich als Arbeitgeber positionieren, der auf Vielfalt in der Belegschaft achtet“, sagt Julia Freuding vom ifo-Institut.

Um vielfältigere Kandidaten anzusprechen, setzen Unternehmen vor allem auf entsprechend formulierte Stellenanzeigen (65 Prozent). Dazu gehört auch die gezielte Ansprache bestimmter Gruppen von BewerberInnen (31). Unternehmen, die angeben bei der Neueinstellung auf Vielfalt zu achten, besetzen dabei ihre Stellen deutlich schneller: 48 Prozent innerhalb von zwei Monaten, davon 18 Prozent innerhalb von vier Wochen.

Kein festes Ziel für eine bestimmte Geschlechter- oder Frauenquote
Von den Unternehmen, die bei der Besetzung von freien Stellen nicht auf Vielfalt achten, besetzen nur 32 Prozent ihre Stellen innerhalb von zwei Monaten. „Vielfalt bei der Stellenbesetzung dient den Unternehmen immer häufiger als Mittel gegen den Fachkräftemangel“, sagt Freuding. Die Belegschaft ist bei der Mehrheit der befragten Betriebe zuletzt vielfältiger geworden und die Unternehmen haben damit überwiegend gute Erfahrungen gemacht.

Die menschliche Bereicherung und eine schnellere Stellenbesetzung stechen als positive Aspekte hervor und das ist vor allem in Zeiten des Arbeitskräftemangels von zentraler Bedeutung. Ein festes Ziel für eine bestimmte Geschlechter- oder Frauenquote haben sich aber die wenigsten Unternehmen gesetzt. Für die Umfrage wurden 554 Personalverantwortliche aus Gewerbe, Handel und Dienstleistungen befragt.

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red/cc, Economy Ausgabe Webartikel, 21.03.2023