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14. April 2021

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Ein Drittel aller Österreicher zunehmend unter finanziellen Druck

Ein Drittel aller Österreicher zunehmend unter finanziellen Druck© Pexels.com/Pixabay

40 Prozent der heimischen Bevölkerung leidet an Corona-Krise, besonders Menschen mit geringem Einkommen. 60 Prozent fühlen sich gut. Wirtschaft fordert mehr Planbarkeit, so Umfrage im Auftrag der ERSTEN.

(red/czaak) Aktuell erlebt die österreichische Bevölkerung den dritten Lockdown. Mehrheitlich ist die Stimmung trotzdem noch immer gut. Laut einer Umfrage von Integral im Auftrag der Erste Bank Oesterreich fühlen sich aktuell noch 60 Prozent der ÖsterreicherInnen insgesamt gut. 40 Prozent oder 2,5 Millionen geben an zu leiden. Und knapp ein Drittel aller ÖsterreicherInnen (32 Prozent) sehen sich zunehmend finanziell unter Druck. Besonders Personen mit geringerem Einkommen und jene, die mit ihrem Einkommen nicht auskommen. Auch der wirtschaftliche Schaden nimmt von Tag zu Tag zu.

„Wir müssen die Pandemie mit allen Mitteln bekämpfen, das ist klar. Wir müssen aber gleichzeitig eine Wirtschaftskrise verhindern. Das braucht mehr Planbarkeit für Unternehmen und ihre Angestellten“, so Gerda Holzinger-Burgstaller, CEO der Erste Bank Oesterreich. „Eine breitflächige Impfung wird uns ermöglichen, mehr Mut bei der langsamen Öffnung der Wirtschaft zu entwickeln, deshalb ist es wichtig, dass wir hier deutlich schneller vorwärts kommen, als wir es in den vergangenen Wochen gesehen haben“, betont Holzinger- Burgstaller.

Finanzielle Situation deutlich angespannter
Das Drittel der Österreicher mit Ängsten und Sorgen setzt sich zusammen aus 26 Prozent, die mit dem monatlichen Einkommen teilweise nicht mehr auszukommen und sechs Prozent, für die ihr Monatseinkommen bereits nicht mehr für das tägliche Leben ausreicht. „Besonders betroffen ist hier die Altersgruppe der 16 bis 29-Jährigen und Personen mit kleinen Kindern unter sechs Jahren“, erläutert Karin Kiedler, Marktforscherin der Erste Bank die Situation junger Familien.

Laut Umfrage haben 28 Prozent oder 1,8 Millionen Österreicher auch keine zusätzlichen finanziellen Reserven und 73 Prozent davon auch kein unterstützendes privates Umfeld. Hier werden dann entsprechend Kosten reduziert. 43 Prozent aller Befragten haben bereits aufgrund der Krise Einsparungen vorgenommen, 11 Prozent planen dies. Gespart wird dabei besonders bei Urlaub und Reisen, sowie Bekleidung. Am wenigsten gespart wird bei Versicherungen, Banken und beim Telefonieren.

Zufrieden mit Wohnsituation und Fernweh
Mit ihrer Wohnsituation sind 77 Prozent der Befragten trotz mehreren Lockdowns „alles in allem zufrieden“, 40 Prozent sogar „sehr zufrieden“. Viele haben die vergangenen Monate zum Renovieren genutzt. 30 Prozent haben seit Beginn der Corona-Krise kleine Renovierungsarbeiten vorgenommen, 26 Prozent planen dies und 15 Prozent haben größere Arbeiten schon erledigt. Sieben Prozent haben seit März 2020 die sehr günstige Zinslage genutzt und einen Kredit aufgenommen. Die Hälfte davon für ein neues Haus oder Wohnung. Ein Fünftel davon für Renovierung oder Sanierung.

Nachdem Reisen seit fast einem Jahr nur noch eingeschränkt möglich sind, reiht die überwiegende Mehrheit der Befragten auf die spontane Frage nach ihren Wunschträumen nach der Krise Reisen an die oberste Stelle. Gibt man eine Liste mit Vorschlägen vor, werden Freunde treffen und Restaurantbesuche noch vor dem Reisen genannt. 64 Prozent denken, dass sie ihre Träume nach der Krise verwirklichen werden.

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red/czaak, Economy Ausgabe Webartikel, 02.02.2021