Unabhängiges Magazin für Wirtschaft und Bildung

22. November 2017

Search form

Search form

Hilfe bei weiblichen Lustproblemen

Hilfe bei weiblichen Lustproblemen© piqs.de/comfreak art

Pflanzliches Arzneimittel als neue Option in der Sexualtherapie bei mangelndem Sexualempfinden der Frau.

Mangelndes Sexualverlangen ist bei jeder zehnten Frau Ursache von großem persönlichen Leid. Lange Zeit war die Auswahl an wirksamen und gut verträglichen Medikamenten gegen Störungen des Sexualverlangens bei Frauen sehr beschränkt. Mit einem kürzlich neu zugelassenen Präparat könnte sich das ändern: Damiana wirkt laut Angaben des Herstellers nach dem Multi-Target-Prinzip und sei deshalb besonders wirksam.
Es kombiniert eine durchblutungsfördernde Wirkung im Genitalbereich mit hormoneller Stabilisierung und wirkt darüber hinaus entspannend und angstlösend. Diese Therapieoption trägt der Tatsache Rechnung, dass bei einem Großteil der betroffenen Frauen die Ursachen eher im nichtorganischen Bereich liegen, wie Elia Bragagna, Ärztin für Allgemeinmedizin und Psychosomatik und Leiterin der Akademie für Sexuelle Gesundheit berichtet.

Wechselspiel der Hormone
Zudem ist für ein harmonisches Funktionieren der weiblichen Sexualität auch ein feines Zusammenspiel verschiedener Hormone maßgeblich. Dazu gehören einerseits Sexualhormone. „Sie sind insbesondere für den Wunsch nach Sex sowie für die Erregbarkeit relevant“, erläutert Heidemarie Abrahamian, Abteilungschefin am Internistischen Zentrums im Otto-Wagner-Spital. Aber auch andere Hormone wie beispielsweise Prolaktin, Schilddrüsenhormone und das Stresshormon Cortisol spielen eine Rolle. Ein wichtiger Störfaktor der hormonellen Balance ist unter anderem der Alltagsstress, dem viele Frauen in der heutigen Zeit ausgesetzt sind.

Links

PressetextAustria/red, Economy Ausgabe Webartikel, 19.10.2017