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24. October 2017

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Neues Museumshaus der Geschichte in St. Pölten als Besuchermagnet

Neues Museumshaus der Geschichte in St. Pölten als Besuchermagnet© LaMuseum/Lackinger

Mit dem neu eröffneten „Haus der Geschichte“ im Museum Niederösterreich erhält St. Pölten inmitten seines Kulturbezirks einen weiteren Anziehungspunkt. Das mit einem Investitionsvolumen von drei Millionen Euro verwirklichte Projekt soll der Landeshauptstadt zusätzliche wirtschaftliche und touristische Impulse verschaffen. Rund 100.000 Besucher werden 2018 im „Haus der Geschichte“ erwartet.

„Bei der Vermarktung wollen wir den Fokus vor allem auf das Gruppengeschäft legen“, so Matthias Pacher, Geschäftsführer des Museum-Niederösterreich. Die Bandbreite reicht von Vereinen über Schulklassen bis zu Zeitzeugen, die man zu speziellen Themen einbinden möchte. Das „Haus der Geschichte“ verstehe sich als Einrichtung zur Kulturvermittlung, zur Forschung und zum Service, ergänzt Pacher.

Innovatives Ausstellungskonzept
Neu präsentiert sich auch das Konzept für Ausstellungen: In Form von elf Clustern ist das „Haus der Geschichte“ bewusst nach Themen und nicht chronologisch strukturiert. So soll der Besucher eine vernetzte Betrachtung erleben, die es möglich macht, Entwicklungen zu analysieren, auch wenn sie keineswegs zeitgleich verlaufen sind. Auf fast 3.000 Quadratmetern Ausstellungsfläche sind 2.000 Objekte zu sehen.
„Highlights“ der Schau sind etwa der Dienstwagen von Leopold Figl, ein Faksimile des Staatsvertrages aus dem Jahr 1955, ein kostbarer Becher des Ungarn-Königs Matthias Corvinus oder ein zehn Meter hoher Wachturm aus der Zeit vor dem Fall des Eisernen Vorhangs 1989. Ergänzend zur Dauerausstellung zeigt das „Haus der Geschichte“ auch Wechsel- und Schwerpunktausstellungen. Die erste widmet sich der Zwischenkriegszeit und trägt den Titel „Die umkämpfte Republik: Österreich 1918-1938“.

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NOe-Wirtschaftspressedienst/red/cc, Economy Ausgabe Webartikel, 15.09.2017