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04. Juli 2020

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„Wir lassen die Kulturschaffenden nicht im Stich“

„Wir lassen die Kulturschaffenden nicht im Stich“© Pexels.com/Sebastian Ervi

Land Niederösterreich unterstützt Sommerfestivals und Theaterveranstaltungen bei Absagen durch Corona-Pandemie. Die Spielorte in Niederösterreich bleiben erhalten, so das Credo der Landesregierung.

(red/mich) Aufgrund der derzeitigen umfangreichen Sicherheitsbestimmungen ist ein geordneter Betrieb für Theater nahezu unmöglich. Daher überlegt der Ein Großteil der niederösterreichischen Sommertheater-Standorte überlegt daher entsprechend Absagen im heurigen Spielkalander. Um nun den Bestand der Theaterstandorte zu sichern und Niederösterreich als lebendige Kulturlandschaft aufrecht zu erhalten, gibt es auch heuer die finanzielle Förderung seitens des Landes - und das, auch wenn nicht oder nur in eingeschränkter Form gespielt wird.

Kulturell und touristisch wichtige Spielorte
„Ob und in welcher Dimension heuer Theater oder Konzerte gespielt werden können, ist für alle Veranstalter schwierig und herausfordernd, wiewohl die Entscheidung darüber den Veranstaltern selbst obliegt. Unsere Aufgabe als Land Niederösterreich ist es jedenfalls, die Veranstalter und damit verbunden auch die Kulturschaffenden nicht im Stich zu lassen“, betont Johanna Mikl-Leitner, Landeschefin von Niederösterreich.

„Die Theaterfest-Standorte und die großen Sommerfestivals vom Land Niederösterreich werden auch heuer eine Förderung erhalten – auch wenn sie nicht oder nur in reduzierter Form spielen können, um bereits entstandene Kosten abdecken zu können. Damit wollen wir sicherstellen, dass die kulturell und touristisch wichtigen Spielorte in Niederösterreich überleben können“, unterstreicht Mikl-Leitner und verweist auf einen diesbezüglichen Antrag in der kommenden Regierungssitzung.

Erster Schritt zur Absicherung der nötigen Liquidität
„Damit konnten wir einen ersten wesentlichen Schritt für die Theaterfestbühnen zur Absicherung der Liquidität für die bereits angelaufenen Kosten setzen. Jedoch dürfen wir die schwierige finanzielle Situation, der im Theaterfest und darüber hinaus engagierten KünstlerInnen nicht außer Acht lassen“, sagt Werner Auer, Obmann des Vereins Theaterfest Niederösterreich.

„Für uns als Verein Theaterfest ist es nicht machbar, eine generelle Lösung für den Theatersommer zu finden. Die vielen offenen Fragen vom Bund bezüglich der Abhaltung und auch der finanziellen Absicherung aller Beteiligter, sowie die unterschiedlichen Vorlaufzeiten, Spieltermine und Organisationsstrukturen machen es unmöglich“, ergänzt Auer.

Eine Million Euro für Kunststipendien bis zu je 3.000 Euro
Weil viele Kultur-Veranstaltungen heuer nicht durchgeführt werden können, stehen zahlreiche KünstlerInnen vor existenziellen Herausforderungen. „Seitens des Bundes gibt es zwar unterschiedliche Fördertöpfe. Nichtsdestotrotz sind noch viele Fragen offen, die vom Bund rasch zu beantworten sind. Es braucht einfach konkretere Maßnahmen und Anleitungen für Künstler, die auf Grund der ausgefallenen Auftritte keine Verdienstmöglichkeit haben, auf deren Basis dann auch das Land Niederösterreich weitere Schritte einleiten und setzen kann“, fordert die Landeshauptfrau.

„Hier geht es um die Existenz jedes Einzelnen, es geht um deren Familien, die nichts dafürkönnen, dass auf Grund der Pandemie Vorstellungen ausfallen“, so Mikl-Leitner. Um nun die freischaffenden Künstler in Niederösterreich zu unterstützen, dienen neben den bisherigen Initiativen ab sofort auch Kunststipendien. Diese Stipendien sind mit maximal 3.000 Euro dotiert und können bis 30. Juni von freischaffenden KünstlerInnen aller Sparten mit NÖ-Bezug beantragt werden. „Damit wollen wir Verdienstentgänge abfedern und helfen, weiter künstlerischen Tätigkeiten nachgehen zu können“, sagt die Niederösterreichische Landeshauptfrau.

„Vorerst stellen wir für diese Initiative bis zu eine Million Euro zusätzlich zur Verfügung“, ergänzt Mikl-Leitner. Was den Festivalstandort Grafenegg betrifft, wird eine endgültige Entscheidung bis Mitte/Ende Mai getroffen. „Grafenegg ist unser Kultur-Hotspot und auf Augenhöhe mit den Festspielen in Salzburg und Bregenz. Mit diesen Festival-Standorten stehen wir auch im direkten Kontakt, was einen möglichen Spielplan für den Sommer betrifft. Hier können wir noch etwas zuwarten, da wir hier zum einen eine andere Proben-Situation haben und zum anderen die Infrastruktur bereits zum Großteil vorhanden ist“, so Landeshauptfrau Mikl-Leitner abschließend.

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red/mich, Economy Ausgabe Webartikel, 04.05.2020