Unabhängiges Magazin für Wirtschaft und Bildung

20. September 2018

Search form

Search form

Automatisierte Erkennung von Fake-Shops

Automatisierte Erkennung von Fake-Shops© Bilderbox.com

Im Forschungsprojekt „KOSOH“ (KOnsumentenSchutz im OnlineHandel) erproben die angewandten Wissenschaftszentren ÖIAT und AIT die automatische Fake-Shop-Erkennung mittels intelligentem Machine-Learning.

Betrügerische und gefälschte Online-Shops, sogenannte „Fake-Shops“, sind ein rasant wachsendes Cyberkriminalitätsdelikt, zu dem das Projekt „Watchlist Internet“ des ÖIAT (Österreichisches Institut für Angewandte Telekommunikation) seit 2013 ein praxisnahes Präventionsangebot bietet.

Wöchentlich über 150 Meldungen zu Fake-Shops
Über 150 Meldungen an Fake-Shops aus den unterschiedlichen Branchen des Online-Handels gehen hier pro Woche zur manuellen Überprüfung ein. Eine der größten Herausforderungen ist dabei, dass diese Shops, sobald sie bekannt sind, sehr schnell vom Netz verschwinden und in leicht abgewandelter Form mit neuen Domains abermals online gestellt werden. Oft sind dutzende dieser Kopien zur selben Zeit online.
Ziel des bis Februar 2020 laufenden Forschungsprojektes ist es, den Überprüfungsprozess mit Hilfe von Methoden des Machine-Learning verstärkt zu automatisieren und zu beschleunigen. Dabei wird das System in einer ersten Phase mit den Daten vieler bekannter Fake-Shops gefüllt. Auf Basis dieser Daten und durch die Entwicklungsarbeit im Projekt lernt das System sodann Schritt für Schritt Fake-Shops selbständig zu erkennen.

Beschleunigte Ähnlichkeits- und Risikoeinschätzung
Das in KOSOH trainierte Modell sogenannter Fake-Shop-Measures ermöglicht in Folge eine Ähnlichkeits- und Risikoeinschätzung beliebiger Webseiten sowie erleichtert und beschleunigt die Erkennung einer größeren Zahl von Fake-Shops im Internet. Dadurch können Konsumenten effektiver vor der Gefahr gewarnt werden, lange bevor andere Wege der Verfolgung solcher Fake-Angebote greifen können.
Das Forschungsprojekt KOSOH ist ein gemeinsames Projekt von ÖIAT (Partner der ACR-Austrian Cooperative Research) und AIT (Austrian Institute for Technology), das durch das österreichische Förderprogramm für Sicherheitsforschung KIRAS des Bundesministeriums für Verkehr, Innovation und Technologie (BMVIT) gefördert wird.

Links

red/cc, Economy Ausgabe Webartikel, 10.09.2018