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03. Februar 2023

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Bedarfsorientierte Innovation

Bedarfsorientierte Innovation © TSA

Die digitale Transformation bringt neue Anforderungen an die IT-Systeme und Datensicherung eines Unternehmens. Ein Expertenkommentar von Michael Böhm, Head of Sales T-Systems Austria.

Viele mittelständische Unternehmen in Österreich zögern nach wie vor bei der Nutzung von Cloud-Lösungen - sie fürchten um ihre Daten und ihre Unabhängigkeit. Gleichzeitig unterstützen Industrie, Logistik, Handel oder andere Branchen ihre Geschäftsprozesse mit immer mehr IT-Anwendungen.

Den IT-Leitern wird dabei bewusst, dass die eigene IT-Infrastruktur mit der Dynamik in der Technologieentwicklung und mit ihrem steigenden Bedarf an Rechenressourcen nicht mehr Schritt halten kann. Zudem arbeiten ihre Fachabteilungen oftmals mit Lösungen, die zunehmend (nur noch) cloudbasiert angeboten werden. Sei es ERP, CAD oder CRM – will die IT einen Wildwuchs im Betrieb vermeiden, schafft sie idealerweise einheitliche Richtlinien für die Cloud-Umgebungen.

Gesicherte Verfügbarkeit
Österreichs Unternehmen schätzen dabei, wenn sie die Cloud- Transformationen nicht allein bewältigen müssen, sondern von entsprechenden Best Practices und bewährter Expertise profitieren können. Noch ist bei vielen Betrieben die (exklusiv nutzbare) Private Cloud aus Sicherheitsüberlegungen heraus das bevorzugte Bezugsmodell. Zu vulnerabel fühlen sich die Unternehmen – insbesondere mit der steigenden Cyber-Kriminalität – und zu wertvoll sind ihre Daten.

Doch die sogenannten Hyperscaler wie Google Cloud, Microsoft Azure oder AWS holen mit ihren hochskalierbaren Public-Cloud-Ressourcen auf. Damit verschiebt sich das klassische Outsourcinggeschäft hin zu Cloud Computing. Den Interessen von Unternehmen ist allerdings am besten gedient, wenn lokale Provider und die Cloud-Riesen Partnerschaften eingehen. Google und T-Systems haben etwa eine souveräne Cloud entwickelt, die sich strikt an die DSGVO konformen Sicherheits- und Compliance-Grundsätze anlehnt.

In dieser Kooperation stellt Google die Technologie zur Verfügung und T-Systems übernimmt als Vertragspartner der Kunden Betrieb und Kontrolle des neuen Cloudangebots in der gesamten DACH-Region. Mit dem Aufkommen dieser souveränen Cloud-Dienste kann der Public-Cloud-Anteil erhöht und die gewünschte, wie erforderliche Skalierbarkeit für Digitalisierungsprojekte erzielt werden. Das bedeutet gleichzeitig auch überschaubare und transparente Kosten.

Lokales Rechenzentrum
Bei der Wahl eines Cloudpartners kann es sich für ein Unternehmen lohnen, einen lokalen Betreiber zu wählen, der ergänzend zu den Cloudressourcen aus einem heimischen Rechenzentrum heraus ein herstellerunabhängiges Angebot von Digitalisierungs-, Beratungs- und Betriebsleistungen insbesondere für das Management von hybriden oder mehrfachen Cloudumgebungen umsetzen kann.

Zudem kann ein Ansatz gewählt werden, wo Anwendungen und Arbeitsprozesse zwischen verschiedenen Clouds verschoben werden können. Das ermöglicht für jede Anwendung die passgenaue Umgebung. Mit steigender Redundanz der verfügbaren Ressourcen steigt dann auch die Sicherheit der Infrastruktur und damit die Resilienz des Geschäfts. Der Betrieb behält darüber hinaus die volle Hoheit über seine Applikationen und Dienste, die es auch jederzeit auf andere Plattformen migrieren kann. Das macht das Unternehmen vollends autark in der Nutzung der Vorteile von Cloud Computing.

Links

Michael Böhm, Economy Ausgabe Webartikel, 11.10.2022