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05. Dezember 2022

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Die weitreichende Ökonomie intelligenter Energiesysteme

Die weitreichende Ökonomie intelligenter Energiesysteme© Pexels.com/Jo Kassis

Digitalisierung als Basis für Nachhaltigkeit bei systemrelevanten Unternehmen. Sicher verfügbare IT-Systeme und die punktgenaue Nutzung von Daten sind besonders für Betreiber kritischer Infrastrukturen relevant.

(Christian Czaak) Im Bereich der Energiewirtschaft und anderer versorgungskritischer Betriebe steht das Thema Nachhaltigkeit im gesonderten Fokus. Gefragt sind sichere wie effiziente Antworten auf die Herausforderungen, die mit dem steigenden Energiebedarf, der Sicherstellung regionaler Energieautonomie und der anfahrenden E-Mobilität einhergehen.

Intelligente Smart Meter
Die Vorarlberger Energienetze setzen in diesem Kontext auf die weitere Digitalisierung ihrer Produkte und Serviceleistungen. Dazu gehören vor allem intelligent vernetzte Smart-Meter-Lösungen, die nach und nach die bisherigen Stromzähler ablösen sollen. In den nächsten Jahren werden in ganz Vorarlberg 190.000 Geräte nach den neuen gesetzlichen Vorschriften ausgetauscht und dafür erhielt nun der IT-Dienstleister K-Businesscom den Zuschlag.

Ausgangsbasis sind die von „Oesterreichs Energie“ als Interessenvertreter der heimischen Energiewirtschaft definierten Rahmenbedingungen zur Unterstützung eines Smart-Meter-Systems in Österreich. Der wichtigste Punkt dabei ist die Sicherheit von Systemen und Daten und auf Grundlage dieser Vorgaben arbeiten nun auch die Vorarlberger Energienetze mit K-Business.com an der Umsetzung entsprechender Anwendungen.

Spezielle Sicherheitsarchitektur
Die geforderten Bausteine beinhalten die Gesamtverantwortung aus einer Hand für Lieferung, Implementierung und Instandhaltung der gesondert entwickelten Smart Energy Management (SEM) Lösung, eine eigene Anwendung für das Daten-Management sowie ein eigenes System für die neuen smarten Stromzähler. Die speziell entwickelte Sicherheitsarchitektur besteht aus getrennt geschützten Applikationen für das Management der Systeme und der Daten sowie einer eigenen Sicherheitslösung für die Hardware mittels zertifikatsbasierter Authentifizierung und modulbasierter End-to-End-Verschlüsselung.

Weitere Bestandteile in den Anforderungskriterien betrafen die Bereiche intelligente Steuerung und Monitoring sämtlicher Systemeinheiten sowie Verfügbarkeit und Ausfallmanagement der Netzinfrastruktur und Bandbreiten. „K-Businesscom hat uns in der Ausschreibung am meisten überzeugt. Die neue Lösung gewährleistet Sicherheit und Effizienzsteigerungen im Netzbetrieb, besonders bei aufwandsintensiven Arbeitsvorgängen wie Ablesung oder Abrechnung und sie unterstützt uns bei der Integration von dezentralen Erzeugungsanlagen, etwa im Bereich autonomer Photovoltaik-Anlagen“, sagt Gerald Lumpp, Projektleiter Smart Meter der Vorarlberger Energienetze GmbH.

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red/czaak, Economy Ausgabe Webartikel, 13.09.2022