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17. Dezember 2018

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Die Zukunft ist gelebte Realität geworden

Die Zukunft ist gelebte Realität geworden© Bilderbox.com

Die digitale Transformation wird in immer mehr Unternehmen und Institutionen zur täglichen Praxis. Treibende Kraft dafür sind übergreifende Effekte zwischen verschiedenen Abteilungen und Standorten bis hin zu individuellen Anforderungen am Arbeitsplatz.

In Unternehmungen erhalten technische Innovationen in den verschiedensten Bereichen immer größere Relevanz. Ein Bereich, der besonders hohe Ansprüche an moderne Infrastrukturen hat, ist die ressourcenintensive Forschung. Am Vienna Biocenter befinden sich die Institute für Molekulare Biotechnologie (IMBA) und Molekulare Pathologie (IMP), wo über 200 internationale Wissenschaftler in der genetischen Grundlagenforschung etwa zu neuen Krebstherapien tätig sind. Anlässlich der Eröffnung eines neuen Institutsgebäudes wurde Kapsch BusinessCom mit der parallelen Erneuerung der IT-Infrastruktur beauftragt.

Verantwortung für das komplette Lösungsdesign
Die Forscher müssen sich generell auf die IT-Systeme verlassen können und das gilt besonders in der modernen Gensequenzierung und in der datenintensiven Bildverarbeitung der Hochleistungsmikroskope. Beides braucht eine absolut sichere Verfügbarkeit bei Hard- und Software. „Man baut so ein Gebäude nicht jede Woche. Wir waren in der glücklichen Lage, ein zukunftsfähige IT-Infrastruktur von Grund auf konzipieren und installieren zu können“, sagt Ronny Zimmermann, Leiter der IT-Abteilung von IMBA und IMP.
Kapsch verantworte das komplette Lösungsdesign und stattete das gesamte Rechenzentrum gemeinsam mit Cisco gemäß dem Architekturansatz von ASAP aus. Das steht für Analyze, Simplify, Automate and Protect und diese Architektur ermöglicht Unternehmen die IT-Modernisierung mit sogenannten hybriden IT-Lösungen, welche die Anwendungs-Performance optimieren, Risiken reduziert und parallel die Betriebsagilität erhöht.
Das neue Rechenzentrum beinhaltet mehr als 100 physische und 700 virtuelle Server und das Netzwerk wurde zudem mit einer sogenannten Application Centric Infrastrucure ergänzt. Damit werden Automatisierungsprozesse verstärkt, bei gleichzeitigem Sicherheitsgewinn durch Microsegmentierung. Vereinfacht ausgedrückt passiert eine automatisierte Netzwerkverwaltung, die von einer Art intelligentem Controller per Software programmiert wird. „Der Trend geht hin zu mehr Services, die schneller und mit höheren Bandbreiten dorthin geliefert werden, wo sie Nutzer benötigen“, so Zimmermann.

Vernetzung mehrerer Standorte
Mehr Services für eine individuelle Nutzung war auch der Bedarf eines mittelständischen Baustoffhandels mit zahlreichen Standorten in ganz Österreich. Neben der Vernetzung aller Niederlassungen, sollte in den Filialen vom Arbeitsplatz der Rezeption aus sowohl die Türsprechanlagen als auch die Garagenschranken über die Telefonanlagen reguliert werden können. Zusätzlich wünschte sich das Unternehmen auch die Integration einer Videoüberwachung der Parkhausbereiche und beauftragte in Folge Tele2 (Anm. nun zum Telekomanbieter Drei gehörig) mit dem hier nötigen Wechsel der bestehenden ISDN-Anlage auf eine webbasierte IP-Lösung.
Für die angeführten Zusatzfunktionen entwickelte der IT-Dienstleister gemeinsam mit Strixner Consulting einen maßgeschneiderten Prototyp, der nach erfolgreichen Tests sodann beibehalten wurde. „IP-Lösungen sind für uns Tagesgeschäft. Unsere eigentliche Stärke ist die Entwicklung individueller Konzepte und Lösungen in enger Zusammenarbeit mit unseren Kunden“, so Tele2 in einer Aussendung.

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red/czaak, Economy Ausgabe Webartikel, 17.09.2018