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11. Dezember 2017

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Innovation durch Outsourcing

Innovation durch Outsourcing©  T-Systems Austria

Schnelllebige technologische Entwicklungen bestimmen das unternehmerische Handeln und die rasche Adaption von Geschäftsprozessen. Ein Expertenkommentar von Thomas Masicek Head of Security Management bei T-Systems Austria.

Dynamisch und komplex – so stellt sich heute die IT-Landschaft meist dar. Aus diesem Grund wird es immer schwieriger, Innovationspotentiale zu erkennen, um diese systematisch zu nutzen. Unternehmen sind nur dann langfristig erfolgreich, wenn ihre IT die Wertschöpfung mit innovativen Services bestmöglich unterstützt. Innovation benötigt stets eine hohe Kompetenz der handelnden Akteure. Beispielsweise kann geschickt eingesetztes IT-Outsourcing eine wichtige Basis für IT-Innovation darstellen. Die in der Branche noch üblichen langjährigen Laufzeiten bei IT-Projekten mit dem Fokus der Kostensenkung haben sich in Zeiten von Cloud-Services und „Pay-what-and-when-you-use“ einfach überholt.
Die wichtigste Veränderung ist, dass an Stelle traditioneller Outsourcing-Modelle, bei denen Aufgaben und Technologien eines Kunden 1:1 von einem IT-Dienstleister übernommen werden, jetzt die Transformation auf flexible Vertragsmodelle und neue, leistungsfähigere und standardisierte Plattformen und Managed Services tritt. Beides baut auf hochskalierbaren Cloud-Plattformen auf. IT und Cloud ist weit mehr als die Versorgung der Fachbereiche mit IT-Ressourcen. Während für Infrastrukturprojekte eine dynamische Skalierbarkeit im Vordergrund steht, ermöglicht etwa Software-as-a-Service die Nutzung standardisierter und ausgereifter Services, für die der Dienstleister die Gesamtverantwortung übernimmt.

Datenschutz als entscheidende Frage
Der Kunde muss sich weder um Updates, Konfiguration oder Release-Management kümmern. Unternehmen bekommen damit Standardisierung und gleichzeitig auch hohe Flexibilität, um kurzfristig erforderliche Ressourcen ohne lange Vorlaufzeiten nutzen zu können. Diese Services ermöglichen einer IT-Abteilung, Geschäftsprozesse effizienter und dynamischer zu unterstützen. Im Vergleich zu Endverbrauchern, müssen Cloud-Lösungen für Firmenkunden jedoch weitaus stärker auf Performance, Hochverfügbarkeit, nahtlose Integration in den Produktionsprozess und vor allem auch auf Sicherheit ausgelegt werden.
Kundendaten, Informationen von Mitarbeitern, Lieferanten oder wichtige Produktionsdaten werden meist über das Internet zum Cloud-Anbieter übertragen und dort gespeichert. Gerade bei Cloud-Lösungen stellt sich die Frage nach dem Schutz der Daten vor Zugriffen von Dritten ganz massiv.
Qualitativ hochwertige Dienstleister verfügen über jahrelange Erfahrung im Cloud Computing, verfolgen einen Ende zu Ende Ansatz und verfügen über ein umfassendes Cloud-Security Konzept. Dieses muss vom Desktop des Kunden über die Leitung bis zum Cloud Service sowie allen Administrationsprozessen reichen. Verglichen mit lokalen IT-Landschaften verfügen Cloud-Lösungen meist standardisiert über Sicherheitsfunktionen für besseren Datenschutz. In lokalen Netzwerken hingegen muss die Erkennung und Abwehr von Cyber-Angriffen erst aufwendig und kostenintensiv implementiert werden. Zudem verfügen Cloud-Anbieter meist über eine Vielzahl an Zertifizierungen als Qualitätsnachweis für Wirtschaftsprüfer, Kunden und Partner.

Links

Thomas Masicek, Economy Ausgabe Webartikel, 06.11.2017