Unabhängiges Magazin für Wirtschaft und Bildung

03. Februar 2023

Search form

Search form

Innovationstransfer als gefragte Dienstleistung

Innovationstransfer als gefragte Dienstleistung© Pexels.com/karolina grabowska

Die zunehmende betriebliche Digitalisierung bringt steigende Anforderungen an IT-Infrastruktur und IT-Sicherheit. T-Systems punktet mit eigenem Rechenzentrum sowie breiter Angebotspallette bei Cloud-Diensten und Expertise bei SAP-Projekten.

(Christian Czaak) Digitalisierungsprojekte in Betrieben betreffen primär die Verbesserung von Wertschöpfungsketten mit der Vernetzung der damit befassten Abteilungen und Lieferanten. Ein Bestandteil davon ist dann auch die Vereinheitlichung von komplexen, oft über mehrere Standorte verteilten Anlagenstrukturen mit der Auswertung und übergreifenden Nutzung letztaktueller Daten.

Für derart umfangreiche Anforderungen werden zunehmend Cloud-Plattformen genutzt, die auch die Kombination verschiedener Anwendungen ermöglichen und die passgenaue Modernisierung bestehender IT-Systeme. Für Konsolidierung und Ergänzung derartiger IT-Infrastrukturen setzen nun Betriebe verstärkt auf Auslagerung und digitalen Innovationstransfer über professionelle IT-Dienstleister.

Digitale Fertigung
„Die zunehmende Digitalisierung betrieblicher Fertigungsketten bringt steigende Anforderungen an die IT-Infrastruktur. Das gilt für die darauf aufbauenden Produktionsprozesse und Logistikabläufe wie auch für die Verknüpfung mit Warenwirtschaftssystemen im SAP-Umfeld“, sagt Peter Lenz, Managing Director von T-Systems Alpine.

Der IT-Dienstleister unterhält in Wien ein eigenes Rechenzentrum und bietet Unternehmenskunden eine umfassende Expertise insbesondere in den Bereichen Cloud, SAP und Security. Die Dienste und Applikationen sind flexibel skalierbar, verrechnet wird exakt nach benötigter Leistung und die Verknüpfung erfolgt über standardisierte Schnittstellen und für den Enduser via Website oder App.

Hybride Clouddienste
„Bei der Private-Cloud stehen die Dienste exklusiv nur einem Unternehmen zur Verfügung, inklusive sicherer Datenhaltung in unserem Wiener Rechenzentrum. Dann gibt es die Public Cloud Services, etwa von AWS, Google oder Microsoft und kombinierte hybride Cloud Umgebungen sowie aktuell noch die neue Sovereign-Cloud mit Google“ erläutert Lenz die Cloud-Palette.

Ein zentrales Thema bei betrieblichen IT-Systemen und Digitalisierungsprojekten betrifft SAP mit S/4 HANA und auch hier werden zunehmend Cloud-basierte Anwendungen eingesetzt. T-Systems hat zuletzt eine Reihe von Projekten umgesetzt, darunter das Unternehmen Electro Terminal. Der Innsbrucker Betrieb entwickelt und vertreibt elektromechanische Systemkomponenten an internationale Kunden.

SAP-Outsourcing
Als klassischer SAP-Anwender befasste sich das Unternehmen vergleichsweise früh mit der Digitalisierung aus betriebsökonomischer Sicht und lagerte alle SAP-Systeme in das Wiener Rechenzentrum von T-Systems aus. Zuletzt erfolgte nun der ebenso von T-Systems verantwortete Wechsel auf SAP-HANA. Die Migration betraf die Bereiche Buchhaltung und Controlling, Produktionsplanung, Verkauf und das Business-Warehouse.

Die Komplexität einer SAP-Infrastruktur unter Einbindung der Echtzeitdatenbank S/4 Hana erfordert zunehmend spezialisierte Expertise, und so entschied sich auch die Schweizer BKW-Gruppe den SAP-Betrieb an T-Systems auszulagern. Standardisierung und Automatisierung sowie die Ausnutzung von Skaleneffekten gewährleisten nun geringere Kosten und die Umsetzung weiterer Digitalisierungsschritte.

Freiraum für Innovation
Um Wartungsfenster zu reduzieren, wurden sämtliche Komponenten redundant angelegt und BKW kann benötigte Kapazitäten dynamisch anpassen bzw. freie Ressourcen für das Business-Applikationsmanagement verwenden. "Wir erhalten von T-Systems elastische Performance mit maximaler Verfügbarkeit für unsere kritischen Infrastrukturen und können uns auf wettbewerbsdifferenzierende Innovation fokussieren“, sagt Michel Frey, Leiter Business-Prozesse der BKW Gruppe.

Die generelle Marktentwicklung bei Cloud-Anwendungen zeigt auch eine zunehmende Nachfrage nach hybriden, passgenauen Mischformen für individuelle Anforderungen. Das Schweizer Handelshaus Valora entschied sich etwa für eine cloudbasierte Plattform-Strategie und für eine individuelle Partnerschaft mit T-Systems. Die Arbeitsplätze mit Hardware und Business Applikationen liegen nun in der Verantwortung von Valora und bei T-Systems der Betrieb der Software-Applikationen, das Datenmanagement und die Netzwerke.

Dynamic Services
Der SAP-Betrieb inkl. S/Hana passiert mittels sogenannter Dynamic Cloud Services von VMware (Anm. Software) im Frankfurter Rechenzentrum von T-Systems. „Die dynamischen Cloud-Services von T-Systems kombinieren für uns die Skalierbarkeit der Infrastrukturen mit einem passenden Preismodell und sie ermöglichen die Etablierung neuer Geschäftsmodelle auf einer zukunftsfähigen Plattform“, so Roberto Fedele, CIO von Valora.

Relevant bei derartigen IT-Projekten wie auch generell für Unternehmen ist der unterstützende Support. T-Systems setzt hier ebenso auf eine zentrale Cloud-Plattform als sogenanntes Enterprise Service Management, wo Unternehmen jegliche Anfragen medienbruchfrei managen können. „Mittels dieser zentralen Plattform werden Informationsflüsse aus sämtlichen Systemen digitalisiert und automatisiert zusammengeführt“, erklärt Peter Lenz, Managing Director von T-Systems Alpine Österreich und Schweiz.

Links

red/czaak, Economy Ausgabe Webartikel, 12.12.2022