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21. Juli 2018

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„Kein Mensch weiß was das ist, aber es ist wahnsinnig teuer.“

Video: 

„Mit Schnittstellen konnte man in der IT richtig gut Geld verdienen.“

(Video/Text; german/english) Lokale als Wohnzimmer mit Wein und Genuss und dazu ein Onlineshop. Just Taste ist ein Start-Up für den Handel mit Weinen. Economy sprach mit den beiden Geschäftsführern über Technologien für Neugründungen, über Kundenwünsche bei Online-Shops und über Schnittstellen als Reizwort für einen Geschäftsführer.

Economy: Hallo Diemtar Pirolt, hallo Oliver Sartena, wir sind hier in der Wine-Bank, reden über das Thema Wein. Heute ist ein spezieller Event, was ist Just Taste?
Oliver Sartena: Just Taste ist für den deutschsprachigen Raum ein sehr, sehr einfacher und hemdsärmeliger Zugang zum Thema Wein. Soll heißen, wir sind Weinhändler. Das wichtigste für den Kunden ist, er kann jeden Wein bei uns probieren.
Das geht stationär über unsere Läden die wir gerade aufbauen und das geht auch online. Just Taste haben wir deswegen gewählt weil man niemals besser einen Wein beurteilen kann für sich selbst, in dem man ihn kostet und sagt: schmeckt mir – oder schmeckt mir nicht.

Welche Technologien verwendet ein Start-Up und wie kann man sich eine technologische Infrastruktur vorstellen?
Dietmar Pirolt: Just Taste hat eine Client Architektur. Gearbeitet wird mit typischen Standardprogrammen, jedoch werden auch sehr viele internetbasierende Programme genutzt. Als Hardware sind Notebooks, Powerbooks und klassische Desktops im Einsatz.

Welche Services oder Software-Produkte sind im Einsatz und wie passiert die Steuerung?
Pirolt: Alle zugänglichen Daten sind via Google-Drive abrufbar. Wir verwenden ein Projektmanagement-Tool, ein ERP-System, ein System für Finance & Accountin und für das Personalmanagement sowie ein eigenes System für unseren Online-Shop

Welche Technologien sind hier von zentraler Bedeutung?
Pirolt: Die wichtigsten Software-Produkte sind aktuell Weclapp und Shopware. Weclapp ist als unser ERP-System das Herz des Unternehmens. Die Daten werden mit Shopware synchronisiert. Shopware wiederum ist als unser Online-Shop unsere Auslage zu unseren Kunden. Für uns ist es daher sehr wichtig, dass Shopware und Weclapp sehr gut miteinander kommunizieren und unsere Mitarbeiter immer die aktuell korrekten Daten zu sehen bekommen.

Thema Schnittstellen ...
Sartena: ... Schnittstellen waren früher ein guter Grund um in der IT richtig gut Geld zu verdienen. Das ist ein klassisches Reizwort für einen Geschäftsführer. Kein Mensch weiß was das ist, aber es is wahnsinnig teuer.
Natürlich braucht es Schnittstellen, vor allem wenn man so viele Systeme hat, die wir gleichzeitig verwenden. Und dann braucht es auch eine Schnittstelle zwischen dem Kassensystem und Shopware, aber die kostet halt 2.000 Euro und nicht 200.000 Euro und ist relativ standardisiert.
Ich glaube, dass dieses Schnittstellen-Thema immer dann sehr kompliziert und teuer wird wenn auf irgendeiner Seite jemand sitzt der keine Ahnung hat.

Was ist Anlass für Anschaffung neuer Technologien?
Pirolt: Als Start-Up arbeiten wir von der grünen Wiese weg. Der Onlineshop ist zentrale Schnittstelle zu unseren Kunden, daher gibt Shopware die Basis für weitere Technologien vor.
Die Entscheidung für Shopware ergab sich aus der besten individuellen Nutzbarkeit und die einfache Anbindung von Plug-Ins diverser Drittpartner wie etwa Sofort-Überweisung im Bereich Payment. Wesentlich ist ein perfekter Kosten-Nutzen-Faktor für uns.

Welche Herausforderungen gilt es Ihrer Erfahrung nach bei der Umsetzung zu meistern?
Pirolt: Der größte Brocken ist sicher das rechtzeitige Erkennen von Planungsfehlern und die adäquate Reaktion darauf. Bei einem Start-Up kommt natürlich noch der Mangel an Personalressourcen hinzu. Jeder „macht alles“ und das beeinträchtigt die laufende Abstimmung.
Zumeist ist die Einhaltung der zeitlichen Planung immer dort schwieriger, wo viel externe Mitwirkung erforderlich ist. Mit der Größe eines Projekts nehmen auch die Abweichungen deutlich zu.

Welche ökonomischen Parameter stellt Just Taste an eine neue IT-Lösung?
Pirolt: Wir haben uns qualitätsorientierten, aber einfachen Lösungen verschrieben. Wir schleudern nicht mit Geld, wägen aber schon jeweils Ersparnis gegen Qualitätsunterschied ab und meist überzeugt uns die Qualität. Natürlich wird jede größere Investition durchkalkuliert und auf Rentabilität geprüft.

Wie geht Just Taste bei der Auswahl eines Technologiepartners vor?
Pirolt: Der jeweilige Projektverantwortliche erstellt eine Ausschreibung und je nach Komplexität gibt es dann auch noch persönliche Gespräche. Besonders bei den zentralen Softwarelösungen ist uns eine gute persönliche Basis wichtig.

Welche Wünsche gibt es etwaig an IT-Anbieter?
Sartena: Viele Angebote sind ob ihrer fachchinesischen Ausdrücke oft nicht vergleichbar. Eine Homogenisierung der Produktbeschreibungen und Leistungsparameter wäre wünschenswert.

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„No one knows what that means but it’s really expensive. Interfaces were a good reason to earn a lot of money in the IT.“

Pubs as livingrooms with wine and enjoyment plus an Onlinestore. Just Taste is a Start-Up, the primary business purpose is trading with wine. Economy talks to the two managing directors about technologies for new companies, about the wishes of customers at onlineshops and about interfaces as a reason for disputes with the management of a company.

Economy: Hello Dietmar Pirolt, hello Oliver Sartena, we are at the Wine-Bank and talk about about wine. Today is a special event, what is Just Taste?
Oliver Sartena: In the germanspeaking aera Just Taste is a very simply and unpretentious way to the topic of wine. That means, we are wine-traders and the most important advantage for our customers is to taste this wine.
That is possible in our Shops and over our Online-Shops. The best way to assess a wine is to taste the wine and then to say: yes, it tastes, or no, it does not. That was the reason for naming our company Just Taste.

Which technologies use a Start-Up and how can we envisage the technical organisation of Just Taste?
Pirolt: Just Taste has a client architecture. Work is carried out with typical standard programmes, but a lot of internet-based programmes are also used. Notebooks, Power books and classic desktops are used as hardware.

Which services or software products are used and how are they controlled?
Pirolt: All accessible data can be retrieved via Google Drive. We use a project management tool, an ERP system, a system for finance & accounting and one for human resource management and our own system for our online shop.

Which technologies are important?
Pirolt: The most important software products are currently Weclapp and Shopware. Weclapp as our ERP-System, is the heart of the company. The data is synchronised with Shopware. Shopware, as our online shop, is in turn our shop window for our customers.
So it is very important that Shopware and Weclapp communicate very well with each other and that our employees can always see the data that is currently correct...

... Keyword Interfaces
Sartena: Interfaces were earlier a good reason to earn a lot of money in the IT. This a classical dispute for a managing director. No one knowes what means Interfaces but it has to be really expensive.
Of course we need interfaces, especially for using many it-systems. An interface is necessary between the cashdesk-system and shopware but that costs 2.000 Euro and not 200.000 Euro and it is nearly standardized.
I think the topic of interfaces becomes difficult and expensive if one person at any side has no idea.

What is the reason for the purchase of new technologies?
Pirolt: As a Start-Up, we do not use the green field approach. The online shop is the central interface to our customers, therefore Shopware sets the basis for further technologies.
The decision to use Shopware was based on the best individual usability and easy connection with plug-ins of various third partners such as Sofort-Transfer in the area of payment. A perfect cost-benefit factor is important to us.

What challenges must be mastered for the implementation according to your experience?
Pirolt: The largest chunk is certainly the timely detection of design errors and the appropriate response. With a Start-Up, the lack of staff resources is of course also added to this. Everybody "does everything" and this interferes with the ongoing coordination.
Compliance with timely planning is often more difficult where much external cooperation is required. The deviations also clearly increase with the size of a project.

Which economic parameters does Just Taste place on a new IT solution?
Pirolt: We are committed to quality-oriented, but simple solutions. We do not throw money around, but we weigh savings against quality difference and the thing that convinces us most often is quality. Every major investment is of course calculated and tested for viability.

How does Just Taste proceed when choosing a technology partner?
Pirolt: The responsible project manager creates a tender and depending on the complexity of this, personal conversations might also take place. A good personal basis is important to us especially with central software solutions.

Which kinds of requests could you make to IT providers?
Sartena: Many offers cannot be compared to one another, often due to their technical jargon. A homogenisation of the product descriptions and performance parameters would be desirable.

Links

red/czaak, Economy Ausgabe Webartikel, 15.11.2016