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19. Dezember 2018

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Rekordwerte bei Shopping ohne Kassa

Rekordwerte bei Shopping ohne Kassa© Saturn_Klaus Maislinger

Über 30.000 Besucher nutzten das neue kassenlose Shopping-System „Saturn Express“ und 85 Prozent der Kunden empfehlen ersten kassenlosen Consumer Electronics-Store Europas weiter, so die Auswertung von Saturn nach der Pilotphase.

Seit Anfang März 2018 konnten Kunden bei Saturn Express, Europas erstem kassafreien Store-Konzept für Consumer Electronics, die Zukunft des Handels testen. Der Store bot Technik-Fans die Möglichkeit, die neueste Technik direkt und ohne Umweg zur Kassa mit nach Hause zu nehmen.
Kunden scannten dabei mittels Saturn Express-App auf dem Smartphone den Barcode der gewünschten Produkte und bezahlten direkt via Kreditkarte oder PayPal. Die Lösung wurde gemeinsam mit dem britischen Startup MishiPay entwickelt und umgesetzt. MishiPay ist Teil des Retailtech Hubs, dem hauseigenen Startup-Programm der MediaMarktSaturn Retail Group.
 
Pilotprojekt überzeugt
„Während der letzten Monate haben wir mit Europas erstem kassafreien Elektronikstore wichtige praktische Erfahrungen gesammelt und zahlreiche Kundenmeinungen eingeholt. Das innovative Store-Format wurde durchwegs gut angenommen und positiv bewertet, auch aufgrund der persönlichen Beratung, für die sich die Mitarbeiter dank der neuen Technologie mehr Zeit nehmen konnten“, so Florian Gietl, Chief Executive Officer von MediaMarktSaturn Österreich.
„Die positiven Zahlen von Saturn Express haben uns darin bestätigt, dass kassenlose Zahlung ein wichtiges Element wird, um die Vorteile von stationärem Einkaufen und Onlinehandel miteinander zu verbinden. Wir arbeiten gerade an den nächsten Pilotprojekten mit unterschiedlichen Systemen über ganz Europa hinweg“, ergänzt Martin Wild, Chief Innovation Officer der MediaMarktSaturn Retail Group.

Weitere Zahlungsmodelle in Planung
MediaMarktSaturn kooperiert im Retailtech Hub mit mehreren Unternehmen, die sich mit kassenlosem Zahlen auseinandersetzen, da die Systeme für unterschiedliche Einsatzbereiche in Frage kommen. So eignet sich das MishiPay-System vor allem für Produkte, die man in geringer Stückzahl einkauft und deren Wert nicht allzu hoch ist.
Ein weiteres geplantes System, stammt von Rapitag und erkennt die Zahlung über eine Diebstahlsicherung, wie sie u.a. bei Computerspielen oder Spielekonsolen zum Einsatz kommt. Im Breiteneinsatz könnten mehrere solcher Lösungen in einer App zum Einsatz kommen, sodass der Kunde ein einziges Zahlungserlebnis hat.
 
Die Eckdaten im Überblick
Mehr als 500 interessierte Saturn-Fans haben während des Pilotprojekts täglich Saturn Express besucht. Besonders begehrt waren neben unterschiedlichen Kopfhörer-Modellen vor allem Bluetooth-Lausprecher, Festplatten, Smartphones und Smartphone-Zubehör sowie Kaffeemaschinen. 
Jedes dritte gescannte Produkt wurde sofort mittels „Saturn Express“-App gekauft. Wer einmal gekauft hatte, kam außerdem gerne wieder, so waren etliche Kunden mehr als einmal bei Saturn Express einkaufen. Durchschnittlich haben die Saturn Express-Kunden pro Besuch jeweils Waren im Wert von rund 50 Euro gekauft.

Künftiger Fokus auf digitalen Point of Sale (POS)
Saturn will in Österreich auch künftig einen klaren Fokus auf Kundenorientierung, Services und die Integration digitaler Technologien im Store setzen. „Wir setzten auf den breiten Ausbau digitaler Tools in den Saturn Häusern vor Ort. Neben der nahtlosen Verknüpfung von stationärem Handel und Online-Geschäft sind etwa unsere Mitarbeiter in ganz Österreich mit eigenen Tablets ausgestattet“, erläutert Florian Gietl.
„Damit können unterschiedliche Prozesse von Online-Bestellungen bis hin zur Erstellung von Kundenbelegen schnell und unkompliziert abgewickelt werden. Im Sinne unserer Serviceausrichtung werden wir hier weiterhin gezielte Maßnahmen setzen um unsere Angebotspalette entsprechend auszuweiten“, unterstreicht der Saturn-Manager.

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red, Economy Ausgabe Webartikel, 05.06.2018