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12. November 2018

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Social-Shopping oder soziales Geldverprassen

Social-Shopping oder soziales Geldverprassen© Bilderbox.com

Ein Großteil der ständig in den Sozialen Medien befindlichen Millennials lässt sich dort auch zu zahlreichen Einkäufen verleiten und benutzt das wiederum als Statussymbol. Besonders neue Produkte verbessern dabei die eigene Befindlichkeit.

Jugendliche und junge Erwachsene, die ständig in sozialen Netzwerken eingeloggt sind, geben mehr Geld aus. Das sogenannte "Social-Shopping" wird von dieser Altersgruppe zunehmend praktiziert, so eine aktuelle Umfrage von Propeller Research im Auftrag des Finanzdienstleisters Varo Money, die wiederum von Pressetext Austria erörtert wurde.

Vier Stunden täglich durch Social Media surfen und einkaufen
47 Prozent der befragten Millennials verbringen bis zu vier Stunden pro Tag in den sozialen Netzwerken und 38 Prozent dieser Nutzer kaufen dann auch etwas, nachdem sie es in sozialen Medien gesehen haben. 41 Prozent der Käufer hatten dabei Angst etwas zu verpassen und das ist wiederum ein Beweggrund für ihre Online-Shopping-Gewohnheiten. Um sich besser zu fühlen, bestellen sie zudem gerne neue Produkte.
"Social-Shopping ist so befriedigend, weil die Erwartung der Online-Bestellung tatsächlich Dopamin im Gehirn aktiviert. Wenn Sie ein Produkt online bestellen, erhalten Sie das Produkt nicht sofort. Sie müssen warten. Und im Warten liegt die Vorfreude", erklärt Susan Weinschenk von Psychology Today. Unterstützend wirken die vielen Speichermöglichkeiten, die den Bezahlvorgang binnen Sekunden vorübergehen lassen. Nur wenn Nutzer nochmals ein neues Konto erstellen müssen, besteht Experten zufolge noch eher die Wahrscheinlichkeit, dass sie ihren Online-Warenkorb verlassen.

Varianten für den Selbstschutz
"Wenn Nutzer ihre Ausgaben in sozialen Netzwerken eindämmen möchten, müssen sie es sich selbst schwerer machen, Einkäufe abzuschließen", rät Varo Money. "So wie digitale Marken es einfacher als je zuvor gemacht haben, etwas zu kaufen, können die Käufer es sich selbst schwerer machen, es zu tun - und ihre verbundene Kreditkarte löschen, sodass diese bei jedem Kauf erneut gesucht und eingegeben werden muss.“

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PressetextAustria/red, Economy Ausgabe Webartikel, 05.11.2018