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26. April 2019

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Auslagern als Bestandteil der digitalen Strategie

Auslagern als Bestandteil der digitalen Strategie© Bilderbox.com

Flexibilität. Betriebe setzen bei technologischer Innovation zunehmend auf externe Dienstleister.

Digitale Transformation in Unternehmen beginnt zumeist bei der zugrunde liegenden IT-Infrastruktur und abteilungsübergreifender Vernetzung von Prozessketten. Skalierbares Kostenmanagement, flexible Einsatzszenarien und Modernisierung sind dabei die strategischen Beweggründe. Operativ stehen die Themen Sicherheit, Verfügbarkeit und Bandbreite im Mittelpunkt.
Beim oberösterreichischen Unternehmen Harreither genügten die bestehenden IT-Systeme nicht mehr den komplexen Anforderungen der Digitaliserung. Harreither steht für Haus- und Gebäudetechnik im Bereich von Flächenheizungen und Kühlsystemen, im eigenen Forschungszentrum werden dazu Patente entwickelt und über die Harreither Akademie gibt es in Kooperation mit der FH Burgenland eigene berufsbegleitende Bildungsprogramme.

Integration ohne Unterbrechung des laufenden Betriebes
Um die IT-Infrastruktur auf den aktuellen Stand der Technik zu bringen, wurde Kapsch BusinessCom nach einer gemeinsamen Bedarfsanalyse mit der kompletten Erneuerung beauftragt. Die ganzheitlich aufgesetzte Lösung beinhaltet neue Hardware wie Server, Desktops und Monitore sowie Software, Sicherheitspakete und eine unterbrechungsfreie Vernetzung mit LAN-Technologien.
Die Zusammenführung bestehender IT-Systeme mit der neuen Infrastruktur und die gesamte Konfiguration wurden dabei ohne Unterbrechung des laufenden Betriebes umgesetzt. „Die Qualität der Zusammenarbeit mit Kapsch führt zu weiteren gemeinsamen Digitalprojekten, aktuelles Thema ist eine Video-Conferencing-Lösung für die Harreither-Akademie“, so Thomas Harreither, Geschäftsführer.

Datacenter als Bestandteil cloudbasierter Banking-Plattformen
Einen weiteren Bereich für die externe Servicierung von IT-Dienstleistungen betrifft das Thema Datenmanagement. Die Card-Complete-Gruppe ist mit einem flächendeckenden Netz von Akzeptanzstellen und mehr als 1,5 Millionen Karteninhabern größter Komplettanbieter am heimischen Kreditkartenmarkt. Im bargeldlosen Zahlungsverkehr werden neben den Produkten von Visa auch Marken wie Mastercard oder Maestro angeboten und über die dazugehörige DC Bank auch Kreditkartenprodukte von Diners Club.
Für die Abwicklung von in Summe 200 Millionen Transaktionen jährlich wurde nun T-Systems mit einem neuen Datacenter beauftragt. Entscheidungskriterien waren entsprechende Zertifizierungen, sichere Verfügbarkeit sowie ein günstiger Verkehrsstandort und schließlich das Verhältnis Preis zu Leistung. „Im Finanzdienstleistungbereich können Datacenter auch Bestandteil cloudbasierter Banking-Plattformen sein und mit kundenorientierten Diensten im Bereich Kredite, Versicherungen oder Leasing verknüpft werden“, so Andreas Pecka von T-Systems.

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red/czaak, Economy Ausgabe Webartikel, 17.12.2018