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04. Dezember 2021

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Die aktuellen Herausforderungen für Anleger 

Die aktuellen Herausforderungen für Anleger © Pexels.com/Karolina Grabowska

Steigende Inflation und niedrige Zinsen sind derzeit besondere Herausforderungen für Kapitalmarktanleger, so das Bankhaus Spängler in seiner neuen Analyse der internationalen Kapitalmärkte.

(red/czaak) Die Weltwirtschaft befindet sich weiterhin auf einem guten Weg, auch wenn sich das starke globale Wachstum der ersten Jahreshälfte nun etwas reduziert hat. Für Anleger bedeutet das weiterhin gute Chancen und insgesamt ist die konjunkturelle Entwicklung sowohl in Europa als auch in den USA positiv. Dennoch gibt es einige zu beachtende Punkte und der wichtigste davon heißt derzeit Inflation, so das Bankhaus Spängler in seinem aktuellen Kapitalmarktbericht. 

Realzinsen liegen bereits im negativen Bereich 
“Die bisherige These der Notenbanken eines nur ‘temporären Anstiegs’ der Inflation steht sicher auf dem Prüfstand”, sagt Markus Dürnberger, Leiter Asset Management im Bankhaus Spängler. “Die Teuerung ist längst real zu spüren - in Europa liegt die Inflation schon bei 3,2 Prozent, in den USA gar bei 5,2 Prozent. Das Thema Inflation wird uns also sicher noch weiter begleiten“, so der Experte. Und: „Für zusätzliche Unruhe sorgen die weltweiten Lieferengpässe, welche die Preise zusätzlich unter Druck setzen. All das wird die Märkte auch künftig noch stark beschäftigen“, unterstreicht Dürnberger. 

Die aktuell hohe Inflation, gepaart mit dem gewohnt niedrigen Zinsniveau, erschwert es für Anleger und Vermögensverwalter, Kapital real zu erhalten. “Für zehnjährige Staatsanleihen in der Eurozone liegen die Realzinsen (Anm. Nominalzinsen abzüglich Inflationsrate) bereits deutlich unter minus 1 Prozent; in den USA aufgrund der höheren Inflationszahlen aktuell sogar unter -2 Prozent“, erläutert Nils Kottke, Vorstandsmitglied des Bankhauses Spängler. „Langfristig ist dieser Kaufkraftverlust natürlich keine gesunde Entwicklung.” 

Gute Entwicklung versus „Stolpersteine“ bei Aktiemärkten
Auf den Aktienmärkten hat nach dem sehr guten ersten Halbjahr des laufenden Jahres im dritten Quartal eine Anpassung bzw. Normalisierung stattgefunden. “Dennoch ist das Gesamtbild sowohl in den USA als auch in Europa gut”, so Dürnberger. In China wiederum haben die sich häufenden regulatorischen Eingriffe Pekings in die Kapitalmärkte für große Unsicherheit gesorgt.

“Wir glauben, dass dieser Prozess des wachsenden politischen Einflusses auf die Wirtschaft noch nicht abgeschlossen ist. Daher agieren wir derzeit eher vorsichtig, was China-Investments betrifft”, so der Asset Manager des Bankhaus Spängler. Gefahren berge insbesondere auch der Immobilienmarkt (Anm. Krise Evergrande), der rund 20 Prozent zum Wachstum Chinas beiträgt.

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red/czaak, Economy Ausgabe Webartikel, 18.10.2021