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24. October 2017

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Innovation durch Auslagerung im Gesundheitswesen

Innovation durch Auslagerung im Gesundheitswesen© Bilderbox.com

Qualitätsverbesserung und gleichzeitiger Kostendruck erfordert technologische Modernisierung in der medizinischen Leistungserbringung.

Ein geläufiger Bereich wo Experten laufend hohes Einsparungs- wie Optimierungspotential ausmachen ist die Gesundheitsbranche und das Spitalswesen. Angetrieben von Kosteneinsparungen und paralleler Steigerung der Qualitätsansprüche sowie höchstmöglicher Zufriedenheit von Patienten- und Personal stehen insbesondere Krankenhäuser vor großen Herausforderungen. Eine Studie von Deloitte belegt dabei, dass viele Verantwortliche technologischen Innovationen eine relevante Rolle zusprechen. Die mehrheitlich gültige Bewährungsprobe heisst Effiziensteigerung mit Kostensenkung.

Neue Strategien für Beschaffung
„Diesen Spagat bewältigen Unternehmen am besten mit einer intelligenten Beschaffungs-Strategie (engl. Sourcing)“, erläutert etwa Katharina Proske, Expertin für die Bereiche Public & Health bei T-Systems. Das Entwicklungspotential in den Krankenhäusern selbst betrifft primär die Themen Dokumentation, Prozesse, Vernetzung sowie Kommunikation und integrierte Verknüpfung in Ergänzung auch mit mobilen Geräten. Im Rahmen einer Digitalisierungsstrategie ist auch die Verwendung eigener Plattformen sinnvoll. Proske nennt hier als Beispiel Innovationen in Form sogenannter „In-Memory-Technologien“.
Ein Betrieb der derartige Technologien bereits einsetzt ist das Kardinal Schwarzenberg´sche Krankenhaus im salzburgerischen Schwarzach. Seit 2015 verwendet das Spital „In Memory-Computing“ als SAP-Lösung aus dem Rechenzentrum von T-Systems. „SAP-HANA ist eine zukunftsweisende Technologie, von der wir uns große Performancegewinne versprechen und das betrifft vorrangig die Themen Auswertung und Datenanalyse“, so Christian Mühlthaler, IT Leiter Krankenhaus Schwarzach. „Am Klinischen Arbeitsplatz reduzieren wir damit für spezielle Terminsichten die Antwortzeit von 30 auf 1 Sekunde“, ergänzt Mühlthaler.

Gesamtkonzept für Insellösungen
Ein anderes Beispiel für die gesteigerte Servicierung mittels digitaler Innovationen ist die Tyrol Air Ambulance. Das Unternehmen transportiert pro Jahr mehr als 3.000 verletzte oder kranke Personen. „Seit knapp 40 Jahren führen wir Ambulanzflüge durch. Der reibungslose und sichere Datentransport ist dafür eine wichtige Voraussetzung“, betont Manfred Helldoppler, einer der Geschäftsführer der Tyrol Air Ambulance. Für die leistungsfähige IT im Hintergrund sorgt Kapsch BusinessCom. Der IT-Dienstleister erbringt dabei spezielle Datacenterleistungen über sein eigenes Hochsicherheitsrechenzentrum. Damit der Zugriff auf sehr sensible Daten jederzeit verfügbar und sicher gewährleistet werden kann, wurde die IT entsprechend an Kapsch ausgelagert.
Alle Migrationsarbeiten wurden dabei so durchgeführt, dass die Mitarbeiter nichts davon merkten und der Betrieb nicht beeinträchtigt wurde. Ziel war es, sämtliche Einzellösungen in ein Gesamtkonzept zu integrieren. Durch eine sogenannte Client-Virtualisierung und einfach zu administrierende Standardprozesse konnten zudem neue Anwendungen rasch in die jeweilige IT-Umgebung integriert und für die Mitarbeiter bereitgestellt werden.

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red/cc, Economy Ausgabe Webartikel, 04.09.2017