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19. November 2019

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Modernisierung über externe Plattform-Technologien

Modernisierung über externe Plattform-Technologien© Bilderbox.com

Automation. Cloud-Dienste ermöglichen die bedarfsorientierte Kombination verschiedener IT-Systeme.

(Christian Czaak) Bei industriellen Digitalisierungsprojekten geht es primär um die Automatisierung von Wertschöpfungsketten und die Verschränkung damit befasster Abteilungen. Intelligente Auswertung und Nutzung der daraus entstehenden Daten sind weitere Anforderungen. Für derart vielfältige Anwendungsbereiche werden zunehmend Cloud-Plattformen genutzt, die auch die Kombination verschiedener Applikationen an verschiedenen Standorten ermöglichen.

Heterogene IT-Landschaften
Da Industriebetriebe zumeist gewachsene, über mehrere Standorte verteilte IT-Landschaften nutzen, ist eine Modernisierung oftmals aufwändig. Wird aus einem Industriekonzern aber ein Bereich als eigenes Unternehmen herausgelöst, dann kann eine neue IT-Architektur entstehen. Diese Aufgabe war bei der Ausgründung von SEG Automotive Germany gefragt, ein vormaliger Geschäftsbereich des Bosch-Konzerns und globaler Zulieferbetrieb für die Automobilindustrie im Bereich Starter, Generatoren oder Komponenten für die Elektrifizierung.

SEG beauftragte T-Systems mit der Realisierung von Management-Systemen für die Bereiche Aufgaben (Task) und Arbeitsabläufe (Workflow) sowie mit einer Community-Plattform für in Summe über 8.000 SEG-Mitarbeiter. Die neuen Anwendungen basieren auf Technologien des Anbieters Salesforce und werden über die Cloud genutzt. T-Systems setzte in fünf Monaten alle Systeme neu auf und migrierte in dieser Zeit auch alle Daten.

Automatisierter Datenaustausch
An Stelle der bisher direkt bei Bosch betriebenen Task- und Workflow-Management-Lösungen kommen nun weitgehend automatisierte Cloud-Plattformen zum Einsatz. Kritische Geschäftsprozesse wie Human Resources, Controlling, Finance, Logistik und Qualitätsmanagement können damit zentral gesteuert werden und der Zugang ist dabei von jedem Ort aus möglich. Der automatisierte Datenaustausch mit weiteren betrieblichen Systemen, etwa im SAP-Bereich, erfolgt über standardisierte Schnittstellen. Und über die neue Community-Plattform in der Cloud können alle SEG-Mitarbeiter an weltweit 16 Standorten interaktiv kommunizieren und gemeinsam an Projekten arbeiten.

Relevant bei derartigen IT-Projekten wie auch generell als IT-Dienstleister ist dann noch der unterstützende Support. T-Systems setzt hier ebenso auf eine zentrale Cloud-Plattform als sogenanntes Enterprise Service Management, wo Unternehmen jegliche Service-Anfragen medienbruchfrei managen können. „Mittels dieser zentralen Plattform werden Informationsflüsse aus sämtlichen Systemen digitalisiert und automatisiert zusammengeführt“, erläutert Michael Böhm, Global Account Manager von T-Systems Austria.

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red/czaak, Economy Ausgabe Webartikel, 15.10.2019