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12. November 2018

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„Was denkbar ist, ist machbar.“

Video: 

(Video/Text) Mark Winkler, Head of Digital Transformation & Business Development bei Kapsch BusinessCom im Gespräch mit economy über Strategien für einen erfolgreichen Innovationstransfer in Unternehmen.

Economy: Mark Winkler, Leiter Business Development & Digital Transformation bei Kapsch BusinessCom. Digitalisierung ist branchenübergreifend fixer Bestandteil im betrieblichen Einsatz geworden. Welche technologischen Bereiche sind von den Unternehmen im heurigen Jahr besonders gefragt?
Mark Winkler: Es gibt keine Blaupause, die einem sagt, so digitalisiert man oder so schafft man mit Digitalisierung Innovation. Für uns haben sich aus über 100 Workshops mit unseren Kunden fünf große Technologieblöcke heraus gebildet.
Das eine ist das Thema Sensorik. Sensorik ist das was ich brauche, um Dinge ins Digitale zu bringen. Der zweite große Block ist Übertragungstechnik, Connectivity. Eine möglichst sichere Datenautobahn zu schaffen.
Der dritte Technologieblock bezeichnet dann die ganzen Software-Plattformen. Nicht zu verwechseln mit den Business-Plattformen, die dann sozusagen oben drüber liegen.
Der vierte Bereich ist Artificial Intelligence (AI), Analytics, hier dann wirklich Intelligenz und Routinen rein zu bringen. Und der fünfte Block ist dann das ganze zu visualisieren, die Usability für den Endanwender zu schaffen und das sind dann die Applikationen, die sogenannten Front-End-Blöcke dazu.
Und diese fünf Blöcke ermöglichen Digitalisierung, digitale Transformation.

Das heißt, von der erwähnten Metaebene geht’s dann runter auf die einzelnen Fachbereiche?
Ja. Dahinter ergeben sich dann Begrifflichkeiten wie etwa IoT, das erst durch einen Großteil dieser Blöcke in Kombination möglich wird.
Oder Big Data, auch etwas, das meistens die Summe aus mehreren Fachbereichen darstellt. Da kommt der Informationsfluss rein in einen großen Datensee, den ich aber dann auch mit einer entsprechenden Analytics-Anwendung erst nutzbar machen kann.

Wie gehe ich jetzt um, z.B. ein Sensorik-Projekt oder ein AI, BI-Projekt im Unternehmen umzusetzen?
Was denkbar ist, ist machbar. Unsere erfolgreichsten Projekte basieren in einer Zusammenarbeit zwischen dem Unternehmen, das den Bedarf hat, uns als Integrator, aber auch Technologieunternehmen.
Wir haben das Know-how, wie wir Technologien richtig einsetzen und kombinieren können. Wir maßen uns aber nicht an, das Know-how in jeder Branche zu haben.
Wenn wir es aber schaffen, in ein gemeinsames Gespräch zu gehen und da das Branchenwissen mit dem vernetzenden IT-Wissen zu verbinden und das Ganze eingerahmt in einen Design-Thinking-Workshop, dann ist das schon sehr effizient.
Und das führt dann relativ schnell zu einem ersten Prototypen. Und in dem Moment, wo es zu einem Prototypen kommt, macht der Kunde erfolgreich den Schritt in Richtung Digitalisierung.

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red/czaak, Economy Ausgabe Webartikel, 16.10.2018