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17. Februar 2019

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Wer die Wahl hat, hat die Qual

Wer die Wahl hat, hat die Qual© INiTS Conny Kucera

Spitzentechnologie braucht unternehmerische Expertise. INiTS-Initiative START:IP sucht erfahrene Unternehmer und Gründer für bereits ausgewählte chancenreiche Patente.

Die Initiative START:IP des Universitären Gründerservice INiTS bringt ausgewählte Spitzentechnologien mit potentiellen GründerInnen zusammen. Noch bis zum 29. Jänner können sich erfahrene Unternehmer hochkarätige Patente aus Österreich und der CEE Region sichern. „START:IP ist die erste Initiative, die universitäre Spitzenforschung und Gründergeist aus dem zentraleuropäischen Raum verbindet“, so das INiTS-Team in einer Aussendung.
Die Idee bei START:IP ist entsprechend potentielle Gründer aus Österreich mit heimischer Spitzentechnologien und der CEE Region zu verschränken. Bereits patentierte High-Tech-Erfindungen aus universitärer Forschung werden dabei innovationsfreudigen UnternehmerInnen oder Unternehmen vorgestellt um daraus marktfähige Geschäftsmodelle zu entwickeln oder schon vorhandene Geschäftsideen umzusetzen.

Intensiver Auswahlprozess bei aktuell verfügbaren Projekte
Nach einem mehrmonatigen Scoutingprozess, in dem an die vierzig High-Tech Erfindungen identifiziert wurden, kamen bis dato 14 Patente in die engere Auswahl. Das Angebot wird laufend für zukünftige Gründungen erweitert. Für die aktuellen Patente werden nun Gründer und Unternehmer oder Unternehmen gesucht.
„START:IP versteht sich als Scouting- und Vermittlungsplattform für Forscher mit bahnbrechenden Erfindungen auf der einen und Gründerpersönlichkeiten sowie an Innovationen interessierten Unternehmen, auf der anderen Seite“, erläutert Irene Fialka, CEO INiTS. „Der Scouting-Prozess nach Patenten ist so gut wie abgeschlossen, jetzt liegt es an den GründerInnen, diese Ideen in Geschäftsmodelle zu verwandeln“, so die INiTS-Chefin.

Folgende 14 Projekte und Patente stehen zur Auswahl: 
Sandkiste für Profis (Projektinfo: Voll-computerisiertes, in alle Richtungen bewegbares Geomodell für realistischere Simulationen hydrologischer, tektonische und geomorphologischer Prozesse); Baumwollwunder (Mit der patentierten Erfindung werden Baumwollstoffe und Baumwoll-Polyestergemische gegen die Aufnahme von Flüssigkeiten wie z.B. Wasser & Öl geschützt).
Baby Love (Neues Testverfahren erhöht die Erfolgsaussichten bei künstlicher Befruchtung. Mehrfach- und Frühgeburten können besser ausgeschlossen werden); Ultra Nachsicht (Algorithmus kopiert das Sehverhalten von Insekten und ermöglicht bessere Bildaufnahmen unter schlechten Lichtverhältnissen); Impfstoff plus (qualitativ und quantitativ deutlich verbesserte Ausbeute der gewünschten Antikörper bei der Produktion von Impfstoffen); IntelliTrain (Das innovative Trainingsgerät ermöglicht in der Physiotherapie, sowie im Sport einen besonders schnellen, gelenksschonenden und schmerzreduzierten Muskelaufbau); Darm mit Charme (Nahrungsergänzungen statt Spritze. Darmentzündungen werden effektiv und ohne Nebenwirkungen behandelt).

Die weiteren 7 Projekte aus dem aktuellen Auswahlprozess:
2 in 1 – Laser Auge (Innovative und kompakte Sonde misst gleichzeitig Geschwindigkeit und chemische Zusammensetzung von Flüssigkeiten); Multisphären Biochip (Das Arzneimittel-Screening „Multi-Sphären Biochip“ ermöglicht Herstellung realistischerer 3D-Zellkulturmodelle und vermeidet damit Tierversuche); Geruchsstopper Body Agent (Body Agent ist eine Stofffaser, die, verarbeitet zu Kleidungsstücken, unangenehme Körpergerüche stoppt); Recyclingwunder (Aus Automobilaltstoffen wird Rohstoff gewonnen, der in der Bauindustrie seine Anwendung findet). Power-Wärmeakku (Spezieller Akku speichert Abwärme von Produktionsanlagen (bis 200°C) und macht auch kleinere Speicher rentabel); LabSEAL (Dicke und chemische Zusammensetzung von Materialschichten können zeitsparend und materialschonend zur Qualitätskontrolle analysiert werden); Feuerschlucker (Textilien werden nicht nur feuerbeständig, sondern auch langlebiger, umweltfreundlicher, recyclebar und günstiger in der Herstellung).

Anmeldeschluss am Dienstag, den 29. Jänner
Noch bis zum 29. Jänner 2019 haben die Unternehmer/n die Chance, sich über das Webportal (siehe Link) zu registrieren. Einmal angemeldet, bekommen diese alle relevanten Informationen zu den Patenten und können sich für die gewünschten Technologien vormerken lassen. Das Angebot an Projekten wird laufend erweitert und auf START:IP vorgestellt.
Am Mittwoch, den 30. Jänner stellen die WissenschaftlerInnen dann ihre Erfindungen allen registrierten GründerInnen und Unternehmen persönlich vor und Patent und Gründer werden mit einander vernetzt. Im Anschluss haben die neu formierten Teams zwei Monate Zeit an neuen Geschäftsmodellen zu arbeiten und diese sodann am 28. März 2019 vor Investoren zu präsentieren. Alle vorgestellten Technologien, sowie die Teilnahmebedingungen sind angeführt unter: https://startip.eu/

Bester universitärer StartUp Inkubator im deutschen Sprachraum
INiTS, das Universitäres Gründerservice Wien GmbH hat sich seit seiner Gründung 2002 als der Hightech Inkubator der Stadt Wien und einer der besten akademischen Inkubatoren weltweit etabliert. Mit dem Lean StartUp-Ansatz, maßgeschneiderten Beratungsleistungen und Worshops, einem dichten Partnernetzwerk und eigenen Finanzierungsinstrumenten ist INiTS zur Vorzeigeinstitution bei der Entwicklung leistungsfähiger StartUps geworden.
Im aktuellen UBI-Ranking wird INiTS etwa als bester universitärer StartUp-Inkubator im deutschen Sprachraum geführt. INiTS ist Teil der AplusB-Programmlinie des BM für Verkehr, Innovation und Technologie (BMVIT) und ein Unternehmen der Universität Wien, der Technischen Universität Wien und der Wirtschaftsagentur Wien der Stadt Wien.

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red/czaak, Economy Ausgabe Webartikel, 14.01.2019