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22. Juli 2024

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Nachhaltige Änderung von Arbeitswelt und Einkaufsverhalten

Nachhaltige Änderung von Arbeitswelt und Einkaufsverhalten © pexels/andrea piacquadio

Der innerstädtische Handel leidet massiv an Umsatzproblemen. Profitieren tun Vorstädte und Umland, so eine aktuelle Analyse des deutschen ifo-Instituts.

(red/mich) Die Einzelhandelsumsätze in den Innenstädten liegen weiter unter dem Niveau von vor der Corona-Pandemie. Das sind die Ergebnisse einer Studie des ifo Instituts für die Regionen von Berlin, München, Hamburg, Stuttgart und Dresden. Gleiches trifft Analysen zufolge auch auf die Wiener Innenstadt zu.

„Die privaten Ausgaben im Zentrum lagen im März 2023 noch immer fünf Prozent unter dem Jahr 2019. Gleichzeitig verzeichnen die Wohngebiete und die Vororte starke Umsatzgewinne“, sagt Oliver Falck vom ifo Institut. Insbesondere da, wo viel aus dem Homeoffice gearbeitet werden konnte, nahmen die privaten Konsumausgaben um bis zu 30 Prozent zu.
Einzelhandel holt sich Marktanteile vom Online-Shopping zurück

„Wir gehen davon aus, dass diese Veränderung im Einkaufsverhalten bleiben wird“, sagt Carla Krolage vom ifo Institut. Die aktuelle Analyse zeigt, dass diese Konsumverschiebung insbesondere an Wochentagen deutlich auftritt. Die Geschäfte des Einzelhandels konnten gleichwohl im letzten Jahr Marktanteile gegenüber dem Online-Shopping zurückgewinnen.

„Die Pandemie hat die Arbeitswelt und das Einkaufsverhalten nachhaltig verändert. Die Kombination aus dauerhaft mehr Homeoffice, mehr Online-Shopping und den kleinräumigen Konsumveränderungen stellen Innenstädte umso mehr vor die Herausforderung, ihre Konzepte an die neue Normalität anzupassen und ihre Attraktivität zu steigern“, betont Oliver Falck.

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red/mich, Economy Ausgabe Webartikel, 09.05.2023