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25. Februar 2024

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Dezentrale wie nachhaltige und effiziente Lebensmittelproduktion 

Dezentrale wie nachhaltige und effiziente Lebensmittelproduktion © Pexels.com/pixabay

Die FH St. Pölten betreibt mit anderen Forschungsinstitutionen und einem Unternehmen ein Projekt zum Thema Kreislaufwirtschaft und geschlossene Distributionskreisläufen. Zielsetzung ist eine auch regional nachhaltige wie effiziente Lebensmittelproduktion.

(red/cc) Die ressourcenschonende und nachhaltige Lebensmittelproduktion ist ein wesentlicher Baustein für eine nachhaltige Kreislaufgesellschaft. Ein Forschungsprojekt an der Fachhochschule St. Pölten entwickelt nun Konzepte für eine Kreislaufwirtschaft mit geschlossenen Energie-, Ressourcen- und Distributionskreisläufen für eine effiziente dezentrale und nachhaltige Lebensmittelproduktion.

Geschlossene Kreisläufe
Die wachsende Weltbevölkerung, immer häufigere und intensivere Wetterextreme sowie unterbrochene globale Lieferketten stellen die klassische Nahrungsmittelproduktion vor große Herausforderungen. Eine Möglichkeit, diese Probleme zu lösen, sind sogenannte aquaponische Systeme. Aquaponik verbindet Aquakultur mit der Aufzucht von Wassertieren in Becken und Hydroponik, die Kultivierung von Nutzpflanzen wie Gemüse oder Kräutern im Wasser.

Das von der FH St. Pölten koordinierte Forschungsprojekt EdeN (Effiziente dezentrale nachhaltige Lebensmittel-Produktion) will diesen Ansatz in Richtung Kreislaufwirtschaft weiterentwickeln. „Wir wollen ein Aquaponik-System entwerfen, mit dem eine Kombination mit geschlossenen Energie-, Ressourcen- und Distributionskreisläufen in der Lebensmittelherstellung entsteht“, sagt Thomas Felberbauer, Leiter des Studiengangs Smart Engineering an der FH St. Pölten und Leiter des Projekts.

Drei wissenschaftliche Partner und ein Unternehmen
Der Aquaponikhersteller AndersFarm in Klausen-Leopoldsdorf im Bezirk Baden ist Partner im Projekt. Das neue System soll von mehreren Aquaponik-Produzenten evaluiert werden. Zum Energiekonsum der Systeme gibt es ein Konzept für den (teil-)autarken Betrieb. Dazu werden Anlagenkomponenten energieeffizienter gestaltet und auch IoT-Geräte zur Messung und Steuerung des Systems eingesetzt. Die Ressourcenkreisläufe werden durch neue Verwertungsmöglichkeiten der Reststoffe (z. B. Fischabfall und Sedimentablagerungen) weiter geschlossen. Final soll der Betrieb effizienter und nachhaltiger werden.

Das Projekt wird von drei wissenschaftlichen Partnern durchgeführt: der Fachhochschule St. Pölten, den Research Studios Austria und dem Austrian Institute of Technology. Beteiligt sind zudem der IoT-Dienstleister BEIA sowie der Anlagenhersteller und Produzent von Aquaponik-Systemen AndersFarm. Die Österreichische Forschungsförderungsgesellschaft FFG fördert das Projekt.

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red/czaak, Economy Ausgabe Webartikel, 30.06.2023