Unabhängiges Magazin für Wirtschaft und Bildung

21. Juli 2018

Search form

Search form

Die roten Teufel werden digital

Die roten Teufel werden digital© TV_Schladming-Dachstein

Nach VR-Brille, Smart Ski Goggles startet Region Schladming-Dachstein mit dem digitalen Skilehrer nächste Innovation.

In der österreichischen Urlaubsregion Schladming-Dachstein können Gäste ab sofort einen digitalen Skilehrer namens “Carv” testen. Über millimeterdünne Schuheinlagen werden Daten wie Geschwindigkeit, Druckverteilung der Füße, Kraftaufwand, Rotation oder Ausrichtung der Ski laufend gemessen und via Bluetooth an eine Smartphone-App gesendet.
Die in Echtzeit analysierten Werte können dem Skifahrer bereits während der Fahrt auf In-Ear-Kopfhörern mitgeteilt werden. Nach dem Abschwingen macht der digitale Skilehrer Verbesserungsvorschläge und hilft, über Aufgabenstellungen neue Ziele zu erreichen und das Können des Skifahrers zu steigern. Betrieben wird das Projekt von Next-Incubator, dem Open Innovation Lab der Energie Steiermark.
“Wir arbeiten mit jungen, innovativen Start-Ups zusammen und stellen Verbindungen zu anderen Unternehmen her oder auch zu innovativen Regionen wie Schladming-Dachstein,“ so Hannes Zeichen, Geschäftsführer von Next, das “Carv” nach Österreich gebracht hat. Das System „Cary“ ist eine Entwicklung des britischen Start-Up Motion Metrics.

Schladming-Dachstein als Pionier für praxisorientierte digitale Innovationen
Schladming-Dachstein gilt als digitaler Pionier und hat sich international als Messlatte für touristische Innovationen im IT-Bereich etabliert. “Als erste Destination Europas haben wir schon vor Jahren die ganze Region flächendeckend mit WLAN ausgestattet und längst kann das komplette Skigebiet in einem 360-Grad-Rundflug mit VR-Brille erkundet werden”, sagt Tourismuschef Mathias Schattleitner.
“Auch die Daten-Skibrille ‘Smart Ski Goggles’ samt Pisten-Navigationssystem feierte bei uns Premiere. Mit ‘Carv’ haben wir nun ein neues innovatives Projekt am Start und hoffen gemeinsam mit unserem Partner Next-Incubator zu dessen Erfolg beizutragen,“ so Schattleitner weiter.
Das Projekt wird unterstützt von den Planai-Hochwurzen-Bahnen, den Skischulen Hopl und Tritscher, welche von den gewonnenen Daten Verbesserung beim Skistil ableiten und Intersport Planai, der direkt an der Planai-Talstation eine Verleihstelle für die Carv-Technologie anbietet. Das System steht interessierten Skifahrern derzeit kostenlos zum Testen zur Verfügung.

Links

red/cc, Economy Ausgabe Webartikel, 02.02.2018