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26. April 2019

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„Banken und Versicherungen erkennen nötigen Handlungsbedarf“

„Banken und Versicherungen erkennen nötigen Handlungsbedarf“© Bilderbox.com

PSD2-Richtlinien, digitale Kundenservices und branchenübergreifende Business-Plattformen als aktuelle Herausforderungen für Finanzdienstleister. FinTech NDGIT vereint alle drei Bereiche in standardisierter Open-Banking-Lösung und gewinnt einen großen Finanzkunden nach dem anderen.

(Christian Czaak) Die neue PSD2-Richtlinie der EU sieht zusammengefasst die wettbewerbsrelevante Öffnung von Banken in Richtung neuer externer Dienstleister vor. Die digitale Transformation verlangt von Finanzdienstleistern entsprechend neue Services in allen Kundensegmenten. Die Bedürfnisse von Unternehmens-Kunden erfordern neue digitale Öko-Systeme über branchenübergreifende Business-Plattformen.

Branchenfremder Angriff finanzstarker Tech-Konzerne
Jedes einzelne dieser drei Themen stellt in der Umsetzung für traditionelle Finanzdienstleister wie Banken oder Versicherungen eine große Herausforderung dar und das betrifft die operative wie auch technische Umsetzung mit allen nachgelagerten internen wie externen Prozessen.
Die rasante Entwicklung der digitalen Transformation sowie der Angriff branchenfremder und finanzstarker Tech-Konzerne macht nun aber wettbewerbsbedingt die gleichzeitige Umsetzung von allen drei Themen notwendig und das zwingt so gut wie alle betroffenen Banken und Versicherer zum raschen Handeln.

Digitale Partnerschaften
Das 2016 in Deutschland gegründete FinTech-Unternehmen NDGIT steht für Next Digital Banking und setzt bei der Vernetzung dieser neuen digitalen Herausforderungen über eine technologisch (Anm. softwarebasierte) standardisierte Schnittstelle in Form einer flexibel einsetzbaren Open Banking Plattform an und dazu gehören auch eigene und ebenso standardisierte Varianten wie etwa zum Thema PSD2.
Vereinfacht ausgedrückt wird Banken und Versicherungen mit dieser Open Banking Plattform ermöglicht, sich für digitale Partnerschaften zu öffnen, ohne dafür ihre eigenen Systeme grundlegend verändern zu müssen – oder eben spezielle Varianten im Bereich PSD2-Compliance zu integrieren. Über diese standardisierte Schnittstelle (Anm. Applikation Programm Interface/API) können die klassischen Finanzdienstleister neue Produkte oder Services externer FinTechs und weiterer Dienstleister anbinden, steuern und auswerten.

Plug & Play über standardisierte Schnittstellen
Auf Grund der Standardisierung lassen sich diese neuen Services einfach und schnell in bestehende IT-Systeme und Abläufe integrieren. IT-Experten bezeichnen das auch als Plug & Play, also „anstecken und spielen bzw. nutzen“. 2018 konnte NDGIT über 20 Banken als Neukunden gewinnen, insgesamt gehören mittlerweile über 50 Finanzdienstleister zum Kundenkreis, darunter internationale Banken-Schwergewichte wie etwa die schweizerische UBS oder die Banco BNI Europa.
„Banken nutzen die NDGIT-Plattform für die effiziente Implementierung von PSD2, den Aufbau von Ecosystemen, Banking-as-a-Service für ihre digitalen Partner und die schnelle Bereitstellung innovativer Services über den NDGIT-Marktplatz an ihre Kunden“, erläutert Oliver Dlugosch, CEO von NDGIT. „Traditionelle Finanzdienstleister haben den nötigen Veränderungsbedarf erkannt, wenn sie sich in einer vernetzten Wertschöpfung gegen die neuen digitalen Player behaupten wollen“, so Dlugosch zur generellen Marktentwicklung.

Bank für Sozialwirtschaft und Hypobank Lenzburg und NORD/LB
„Mit NDGIT realisieren wir unsere Digital Banking Strategie und zudem ermöglicht uns die PSD2-Software, die regulatorischen Anforderungen sehr effizient zu implementieren“, sagt Pascal Schüller, Business Architect der Bank für Sozialwirtschaft. „Ausschlaggebend für unsere Partnerschaft mit NDGIT ist die ausgereifte API-Plattform, die bereits erfolgreich im europäischen Bankeneinsatz ist“, so Schüller weiter.
„Wir haben uns aufgrund der Technologie und Erfahrung für die API-Banking-Spezialisten von NDGIT entschieden. Deren Open Banking Plattform ermöglicht uns eine flexible, neutrale und unkomplizierte Integration“, begründet Marianne Wildi, CEO der Hypothekarbank Lenzburg die Partnerschaft mit NDGIT. „Die Banken-IT verbindet sich zunehmend mit den Wertschöpfungsketten der Kunden. Die NDGIT-Plattform ermöglicht es die Prozesse unserer Kunden über Services bedarfsgerecht mit Informationen zu versorgen“, so Stephan Tillack, IT-Leiter bei der NORD/LB. en zu versorgen.

Europaweit meistgenutzte Anwendung für PSD2-Compliance
Durch den Erfolg seiner PSD2- und Open Banking- Plattform konnte NDGIT letztes Jahr seine Lizenzumsätze vervierfachen und erwartet im ersten Quartal 2019 nochmals eine Umsatzverdopplung. Wesentlicher Bestandteil neben der Open Banking-Plattform sind dabei die schlüsselfertigen PSD2-Lösungen. Die NDGIT-Lösung sei nunmehr die in Europa meistgenutzte Anwendung für PSD2-Compliance, so NDGIT anlässlich der Veröffentlichung der aktuellen Bilanz für 2018.
“Wachstumstreiber von NDGIT ist die zunehmende Digitalisierung der Banken, getrieben von einem veränderten Kundenverhalten und der europäischen PSD2-Regulierung. Die NDGIT Open Banking Plattform wurde dabei zu einem wichtigen technologischem Enabler der Banken. Mit dem starken Umsatz- und Kundenwachstum 2018 konnten wir uns als der führende Open Banking Anbieter in Europa profilieren”, unterstreicht Oliver Dlugosch, CEO von NDGIT.

Die Historie der NDGIT GmbH
Die NDGIT GmbH steht für Next Digital Banking und liefert eine standardisierte API-Plattform speziell für Banken und Versicherungen. Diese verbindet die traditionellen Finanzdienstleiter und FinTechs mit modernen digitalen Ecosystemen. Die Technologie ermöglicht es Banken und Versicherungen, sich für digitale Partner mit Open Banking APIs und PSD2-Lösungen zu öffnen und bildet zudem die technologische Basis für neue Anwendungen und IT-Landschaften im Bereich Banking und Insurance.
Aktuell beschäftigt NDGIT 50 Mitarbeiter an den Standorten München, London, Zürich und Warschau. Für das nächste Jahr ist durch das starke internationale Wachstum eine weitere Verdoppelung des Teams auf rund 100 Mitarbeiter sowie die Eröffnung neuer Büros u.a. in Paris und Madrid mit lokalen Teams geplant. NDGIT will damit internationale Märkte weiter konsequent erschließen und seine Kunden in mehr als zehn Ländern optimal betreuen.

Internationale Investoren für mehrfach ausgezeichnetes FinTech-StartUp
NDGIT hat 2017 gemeinsam mit der Hypothekarbank Lenzburg AG das erste Open Banking der Schweiz implementiert und wurde für die beste Zusammenarbeit zwischen Bank und FinTech mit dem Euro Finance Tech Award 2017 ausgezeichnet. 2018 gewann die NDGIT API Plattform mit der CEE Fintech Challenge den größten FinTech-Wettbewerb in Zentral- und Osteuropa. Das Unternehmen wurde 2016 gegründet und erhielt in Folge etwa eine siebenstellige Finanzierung der DvH-Ventures (Anm. Dieter von Holtzbrinck, Verleger von Handelsblatt, Wirtschaftswoche oder Die Zeit) sowie 2018 weitere Finanzierungen von Capnamic Ventures (Deutschland) und PROfunders (UK).
„API-Plattformen werden zu Autobahnen für die Digitalisierung von Banken und Versicherungen. NDGIT deckt mit seiner Plattform die komplette Bandbreite digitaler Banking- und Insurance-Lösungen ab“, erläutert Peter Richarz, Geschäftsführer von DvH-Ventures. „NDGIT überzeugte uns durch das schnelle Wachstum sowie das Marktpotential für APIs und neue Technologien bei Banken und Versicherungen“, so Jörg Binnenbrücker von Capnamic zum Engagement.

Links

red/czaak, Economy Ausgabe Webartikel, 05.03.2019