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14. Dezember 2019

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Deutschland bei 5G-Netzausbau gut unterwegs

Deutschland bei 5G-Netzausbau gut unterwegs© Bilderbox.com

Deutschland hat für den Ausbau des 5G-Netzes wichtige Voraussetzungen geschaffen und das betrifft sowohl die Infrastruktur in der Fläche als auch entlang von Straße und Schiene, so eine Analyse des deutschen ifo-Zentrums für Industrieökonomik.

(red/cc) Um den Ausbau von 5G-Netzen in den ländlichen Regionen und entlang wichtiger Verkehrsinfrastrukturen voranzutreiben, hat Deutschland früher als viele andere Länder die dafür notwendigen 700-Megahertz-Frequenzen für den Mobilfunk geräumt. „Auch bei Netzen für örtliche 5G-Anwendungen, beispielsweise für die Industrie 4.0 oder die Land- und Forstwirtschaft, nimmt Deutschland eine Vorreiterrolle ein“, so Oliver Falck, Leiter des ifo-Zentrums für Industrieökonomik und neue Technologien. 

Gegen langwierige Genehmigungsprozesse
Relevant bleibe aber der weitere zügige Netzausbau. „In Städten kann das 5G-Netz mit kleinen Antennen verdichtet werden. Allerdings werden dafür möglicherweise doppelt so viele Funkmasten benötigt, als bislang vorhanden sind“, so Falck. Ins Wanken bringen könnten die ambitionierten Ausbaupläne jedoch langwierige deutsche Genehmigungsprozesse für den Bau von Funkmasten

„Die Planung und Errichtung eines 4G-Funkmastes konnte bis zu zwei Jahre dauern“, erläutert Industrieökonom Falck. Es sei daher nun wichtig, zügig sinnvolle Einsatzgebiete für die neuen 5G-Frequenzen zu erkennen und diese Potenziale konsequent zu heben. „Dies gilt nicht nur für das autonome Fahren, sondern auch für Anwendungen im Gesundheits-, Landwirtschafts- oder Industriesektor“, betont Falck. „Nur so kann 5G zum Wachstumsmotor werden.“

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red/cc, Economy Ausgabe Webartikel, 11.11.2019