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10. Dezember 2019

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Fundiertes Wissen für den persönlichen Nutzen

Fundiertes Wissen für den persönlichen Nutzen© Bilderbox.com

Bei nahezu allen Digitalisierungsprojekten spielt Management, Auswertung und exakte Verfügbarkeit der Daten eine zentrale Rolle.

(Christian Czaak) Die sogenannte Datenweisheit betrifft betriebliche Abläufe zwischen verschiedenen Abteilungen und Standorten wie auch Kommunikation und Vertrieb mit Kunden. Beispielsweise verfügen Krankenhäuser und Spitäler über große Mengen an historischen und aktuellen Daten, die sowohl langfristig archiviert wie auch kurzfristig und personengenau im Rahmen einer Behandlung zur Verfügung stehen müssen. Diese Daten müssen gelesen, verknüpft und entsprechend eingesetzt werden können.

„Das ist die Aufgabe von Data Analytics, wo es um den richtigen Umgang mit strukturierter und unstrukturierter Datenvielfalt geht und um die Herstellung und Verknüpfung von Bedeutungen“, so Martin Weigl, Experte für Data Science bei Kapsch BusinessCom.

Ampelsystem übersetzt Unverträglichkeiten
Der IT-Dienstleister hat in Deutschland ein Projekt mit einer großen Krankenkasse umgesetzt, wo es um das Thema Medikation bei Herzinsuffizienz geht. Die Kasse wollte wissen, ob die Verschreibungen an ihre Patienten nach den neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen passieren. Am Beispiel eines Arztbriefes kann die Anwendung von Kapsch Medikationen und Wirkstoffe über den geschriebenen Text erkennen und verbinden und zudem übersetzt das System in die entsprechenden medizinischen ICD-10 Codes.

Eine Art Ampelsystem kann daraus auch Unverträglichkeiten zu anderen Medikamenten erkennen und aufzeigen. „Das ist die Voraussetzung für wirklich personalisierte Medizin und zudem stecken in all diesen Daten vitale Informationen auch für die Forschung und neue Therapien, bis hin zur Optimierung des laufenden Betriebs bei Logistikketten für Medikamente“, betont Weigl.

Regionalität und Internationalisierung
In anderen Branchen können derart vernetzte Datenmodelle beispielsweise auch die persönlichen Vorlieben im Konsumverhalten beinhalten und auf der Basis können dann etwa Handelsbetriebe und Online-Shops die entsprechend personalisierte Einspielung gezielter Produktangebote beinhalten. Damit können wiederum neue Wertschöpfungsketten und Geschäftsmodelle entstehen und für die braucht es dann spätestens am Point-of-Sale (POS) adäquate Bezahlformen, die etwa auch für internationale Zielgruppen nutzbar sind.

Ein Beispiel für die Transformation einer traditionellen Warenhandlung über ein stationäres Geschäftslokal hin zu einer international aufgesetzten Online-Shoppingplattform ist die 1835 gegründete Eisenwarenhandlung der Familie Frey im oberösterreichischen Salzkammergut.

Flexible Ausweitung
Als „Eisenhandlung am Land“ begann das auf Werkzeuge, Schrauben, Baugeräte, Gartentechnik und Öfen spezialisierte Unternehmen bereits 2000 mit ersten Onlineverkäufen und mittlerweile gehen Lieferungen bis nach Griechenland oder Schweden. Basis dafür ist ein professioneller Online-Shop und eine von Wirecard CEE umgesetzte Bezahllösung, die alle gängigen elektronischen Zahlungsarten beinhaltet und zudem auch für Mobile Commerce, den Einkauf über mobile Endgeräte ausgelegt ist.

„Die Bezahlung direkt über den Online-Shop wurde von vielen Kunden verlangt und dann gemeinsam mit Wirecard implementiert. Die Umsetzung war einwandfrei, wir haben hier einen Ansprechpartner für alle gängigen Zahlungslösungen und das System ist zudem auch flexibel für den Einkauf über mobile Endgeräte ausgelegt“, so Peter Lahnsteiner, Geschäftsführer von freytool.com.

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red/czaak, Economy Ausgabe Webartikel, 07.10.2019