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14. April 2021

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Blockchain-Technologien erneuern das Versicherungsgeschäft

Blockchain-Technologien erneuern das Versicherungsgeschäft© Pexels.com/James Wheeler

Die Wiener Städtische Versicherung setzt im klassischen Versicherungsgeschäft auf moderne Blockchain-Technologien. Im Bereich der Transportversicherung können Firmenkunden der Städtischen ab sofort von den Innovationen profitieren.

(red/czaak) Das Firmengeschäft der Wiener Städtischen stellt in der Transportversicherung rund 3.000 Versicherungszertifikate pro Jahr aus. Dabei handelt es sich um unverzichtbare Dokumente, mit denen Versicherungsnehmer bzw. Dritte eine Leistung in Anspruch nehmen können. Jetzt können Kunden durch den Einsatz der Blockchain-Technologie diese künftig selbst erstellen. „Das Thema Blockchain ist in der Wiener Städtischen längst keine Neuheit mehr. Neu ist der Einsatz im täglichen Versicherungsgeschäft und hier profitieren Firmenkunden nun in der Transportversicherung von den zahlreichen Vorteilen der Technologie“, erläutert Doris Wendler, Vorstandsdirektorin der Wiener Städtischen Versicherung.

Neue Plattform spart Zeit
Über eine eigene Plattform können Kunden der Wiener Städtischen in der Transportversicherung die benötigten Versicherungszertifikate für bevorstehende Transporte selbständig und zeitunabhängig erstellen. „Ökonomisch sinnvoll, können die Zertifikate unmittelbar vor ihrem Einsatz erstellt werden - ohne sich Tage oder Wochen vorher darum kümmern zu müssen“, so die Wiener Städtische in einer Aussendung. Jeder Kunde verfügt dabei über ein eigenes Nutzerprofil, das – je nach bestehendem Vertrag – ganz bestimmten Parametern unterliegt und die entscheiden darüber, für welche Transporte Zertifikate vom Versicherungsnehmer eigenständig erstellt werden können.

Um ein Zertifikat zu erhalten, gibt der Kunde die Eckdaten des Transportes, wie die Route, das Transportmittel oder den Warenwert, auf der Plattform ein. Entsprechen diese Details dem Versicherungsvertrag, kann der Kunde das Dokument herunterladen und ausdrucken. Abgewickelt wird das Geschäft über eine eigens geschaffene Plattform, die vom Schweizer Start-Up Versicherix erstellt wurde. „Wir haben mit Versicherix einen idealen Partner gefunden, der schon seit Jahren Blockchain-Transaktionen hochprofessionell umsetzt“, betont Doris Wendler.

Flächendeckende Ausrollung noch im Laufe des Jahres
Entsprechen Transporte aus diversen Gründen nicht dem zugrundeliegenden Versicherungsvertrag, kann der Vorgang über die Plattform vorerst nicht abgeschlossen werden. In diesem Fall wird ein sogenannter Underwriter verständigt, der nach individueller Prüfung das Zertifikat genehmigen oder ablehnen kann. Das sichert, dass keine Zertifikate ausgestellt werden können, die vertraglich nicht gedeckt sind. Auch der Empfänger der Waren profitiert von der neuen Technologie: Sobald er das Dokument erhält, kann er es über dieselbe Plattform prüfen und validieren lassen.

Das System befindet sich derzeit in der Testphase, ab April erstellen die ersten Kunden der Wiener Städtischen ihre Zertifikate selbstständig über die Plattform. Eine flächendeckende Ausrollung für alle Kunden, die die Plattform nützen möchten, erfolgt Angaben zufolge noch im Laufe des Jahres. Generell ermöglichen Blockchain-Technologien komplexe Standardprozesse über Unternehmensgrenzen hinweg auditsicher und kostengünstig zu automatisieren. In der Versicherungsbranche kann diese Technologie in den vielfältigen Partnernetzwerken eingesetzt werden.

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red/czaak, Economy Ausgabe Webartikel, 02.03.2021