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21. August 2019

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Von intelligenten Gebäuden und sprechenden Arbeitsplätzen

Von intelligenten Gebäuden und sprechenden Arbeitsplätzen© Bilderbox.com

Sensorik. Neue Technologien ermöglichen zunehmende Interaktion zwischen Menschen und Geräten und Dingen.

(Christian Czaak) Moderne Gebäudetechnik umfasst die Steuerung von Beleuchtung, Heizung und Belüftung über Wegweisungs- und Sicherheitskontrollsystemen bis hin zur Vernetzung mit Informations- und Kommunikationstechnologien. All diese Bereiche werden elektronisch erfasst und ausgewertet und die Ergebnisse haben dann auch entsprechende Relevanz für die Themen Raum- und Flächennutzung.

Unternehmen setzen heutzutage verstärkt auf sogenannte Smart-Working-Konzepte mit nach Aufgaben und Vorlieben gestalteten Arbeitsplätzen zur Förderung von Kreativität und Mitarbeiterzufriedenheit sowie letztendlich auch betriebliche Wirtschaftlichkeit.

Smart-Working-Konzepte
Die deutsche Sedus Stoll AG ist ein international tätiger Komplettanbieter von Büroeinrichtungen, der 2016 als erster Anbieter das digitale Analysesystem se:connect zur optimalen Arbeitsplatznutzung auf den Markt brachte und diesest gemeinsam mit Kapsch BusinessCom mit neuen Funktionalitäten weiter entwickelte. Herzstück ist eine mobile App in Kombination mit intelligenter IoT-Sensorik für Nutzung und Management von Arbeitsplätzen.

Mitarbeiter suchen sich dabei ihren Arbeitsplatz nach Aufgabe und/oder Vorlieben aus und über die Sensoren erfassen Schreibtische und Bürostühle die Präsenz ihrer Nutzer. Über die anonymisierten Daten erhalten wiederum die Facility-Manger wertvolle Informationen für eine effiziente Flächennutzung und –Gestaltung. „Vor allem internationale Großkunden mit oftmals komplexen IT-Strukturen erwarten einfache wie perfekt funktionierende IoT-Lösungen und mit Kapsch haben wir einen kompetenten Partner gefunden, der hersteller- und systemunabhängige Lösungen bietet“, so Holger Jahnke, Vorstandssprecher der Sedus Stoll AG.

Intelligente Vernetzung für nutzungsbasierte Abrechnungsmodelle
„Wir konnten mit unserem „end-to-end“-Konzept überzeugen, wo vom Sensor an Stuhl und Tisch über IoT-Gateway und Cloud-Plattform mit Datenanalyse bis zu Dashboard und mobiler App alles von Kapsch kommt“, ergänzt Jochen Borenich, Vorstand der Kapsch BusinessCom. Bei derartigen IoT-Projekten gehen einzelne IT-Segmente wie Hardware, Software, Services und Datenmanagement immer mehr ineinander über.

Um die wachsende Komplexität solcher Architekturen zu verschränken und insbesondere die dabei entstehenden großen Datenmengen zu erfassen und zielgenau auszuwerten, dienen dann oftmals noch Anwendungen im Bereich der Künstlichen Intelligenz. „Der IoT-Markt wird sich rasant weiterentwickeln, uns alle noch engmaschiger vernetzen und für die Mehrheit Vorteile und Nutzen bringen. Aus meiner Sicht wird die intelligente Vernetzung zur Kernfunktion von Produkten und Dienstleistungsangeboten wie etwa nutzungsbasierte Abrechnungsmodelle“, so Holger Jahnke von Sedus Stoll.

Links

red/czaak, Economy Ausgabe Webartikel, 10.06.2019