Unabhängiges Magazin für Wirtschaft und Bildung

14. April 2021

Search form

Search form

„Wir haben ein robustes Geschäftsmodell“

„Wir haben ein robustes Geschäftsmodell“© Pexels.com/Mostafa Eissa

Infineon mit starkem viertem Geschäftsquartal. Optimistischer Ausblick durch kontinuierliche Erholung Automotive-Industrie und Strukturwandel hin zu E-Mobilität. Cypress-Integration weiter auf Kurs.

(red/czaak) „Infineon hat ein außergewöhnliches und schwieriges Geschäftsjahr mit einem sehr ordentlichen vierten Quartal erfolgreich abgeschlossen. Wir haben bewiesen, dass unser Unternehmen ein robustes Geschäftsmodell hat und sich auch in unsicheren Zeiten stetig weiterentwickelt“, unterstrich Reinhard Ploss, Vorstandsvorsitzender von Infineon, den soeben präsentierten Bericht für das abgelaufene vierte Quartal (Anm. Geschäftsjahr Infineon von Oktober bis September).

„Einige unserer Zielmärkte, insbesondere der Automarkt, haben sich seit Sommer besser als erwartet erholt. Hinzu kommt der beschleunigte strukturelle Wandel hin zur Elektromobilität, insbesondere in Europa“, erläutert Ploss. „Schwächen zeigen Bereiche wie Zugantriebe oder die Fabrikautomatisierung. Für das neue Geschäftsjahr sind wir in Summe verhalten optimistisch, das Infektionsgeschehen, die geopolitische Lage und makroökonomische Rahmenbedingungen bleiben herausfordernd“, resümiert der Infineon-Boss.

Entwicklung im vierten Quartal des Geschäftsjahres 2020
Im vierten Quartal des Geschäftsjahres 2020 stieg der Umsatz auf 2,49 Milliarden Euro nach 2,17 Mrd. im Vorquartal. Hierin ist erstmals für ein vollständiges Quartal der Beitrag der im April erworbenen Cypress Semiconductor Corporation enthalten. Zum Anstieg des Konzernumsatzes (15 Prozent ggü. Vorquartal) haben vor allem die Segmente Automotive (ATV) und Power & Sensor Systems (PSS) beigetragen.

Das Segment Connected Secure Systems (CSS) stieg ebenfalls etwas an. Das Segment Industrial Power Control (IPC) verzeichnete im Vergleich zum Vorquartal einen Umsatzrückgang. Die Investitionen, vom Unternehmen definiert in Sachanlagen und sonstige immaterielle Vermögenswerte einschließlich aktivierter Entwicklungskosten, erhöhten sich im vierten Quartal des abgelaufenen Geschäftsjahres auf 332 Millionen Euro nach 266 Millionen im Quartal davor.

Ausblick für Geschäftsjahr 2021
Im Geschäftsjahr 2021 erwartet Infineon einen Umsatz von rund 10,5 Milliarden Euro plus oder minus 5 Prozent - bei einem angenommenen Euro/US-Dollar-Wechselkurs von 1,15. Darin enthalten ist dann auch die erstmalig erfolgende Konsolidierung von Cypress für ein gesamtes Geschäftsjahr. Gegenüber dem Umsatz 2020 beträgt der Anstieg im Mittelpunkt der Umsatzspanne etwa 2 Milliarden Euro. An Investitionen in Sachanlagen und sonstige immaterielle Vermögenswerte (Anm. mit aktivierten Entwicklungskosten) sind 2021 zwischen 1,4 und 1,5 Milliarden Euro geplant.

Neben geopolitischen und makroökonomischen Faktoren beeinträchtigen die durch die Coronavirus-Pandemie verursachten wirtschaftlichen Verwerfungen die Vorhersagbarkeit. „Wesentliche Einflussfaktoren der Pandemie auf die erwartete Umsatz- und Ergebnisentwicklung werden der zeitliche Verlauf der globalen Infektionsraten, mögliche Einschränkungen wirtschaftlicher Aktivitäten sowie die Höhe und Wirksamkeit staatlicher Unterstützungsprogramme sein“, so Infineon in einer begleitenden Aussendung.

Links

red/czaak, Economy Ausgabe Webartikel, 10.11.2020